EFH Neubau mit Loxone - Tipps & Hinweise für einen kompletten Anfänger

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  • THE_JOKER
    Azubi
    • vor 4 Tagen
    • 2

    #1

    EFH Neubau mit Loxone - Tipps & Hinweise für einen kompletten Anfänger

    Hallo,

    wir sind gerade dabei ein Einfamilienhaus zu bauen und möchten in diesem ein Loxone System verbauen.

    Ich bin selbst kein Handwerker und relativ neu auf dem Gebiet, habe aber Nachbarn/Freunde, die Loxone bei sich selbst verbaut haben und wo ich hier und da mal mitgeholfen habe und das ein oder andere aufgeschnappt habe, und auch eventuell mal nachfragen kann.

    Der Plan wäre den Großteil der Elektrik (stemmen, Leerverrohrungen, Kabel ziehen, etc) mit Begleitung von einem befreundeten Elektriker selbst zu machen (um Geld zu sparen natürlich).

    Ich habe mir schon einen groben Plan davon gemacht, was ich gerne an Loxone Komponenten hätte (Beleuchtung mit Spots, Steuerung von Rafstores/Rollos, Alarmanlage, etc.), bin aber trotzdem wissensmäßig noch komplett am Anfang sozusagen (welche Kabel, wie funktioniert das ganze, etc).

    Daher wollte ich euch höflichst bitten, nützliche Links, Tipps, Tutorials, was auch immer helfen könnte, zu posten (Alles zu Planung, Hardware, Software, etc. -> Die Grundlagen eben), damit ich als Beginner so richtig mit Loxone durchstarten kann.

    Danke euch und liebe Grüße!


  • scharph
    Azubi
    • 22.09.2022
    • 6

    #2
    Speziell Planung mit der Loxone Config: https://www.youtube.com/watch?v=C7_BWFdMTQQ

    Youtube:
    Smartmasters: https://www.youtube.com/@Smart-Masters
    Loxhome24: https://www.youtube.com/@DieLoxoperten

    Wöchentliche Loxone Webinare:
    Hier nehmen wir Funktionen unter die Lupe, die für uns Loxonauten selbstverständlich sind, aber oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.


    Hab teilweise das eigene Tree Kabel von Loxone (ist aber etwas teurer) im Einsatz .. Rest ist CAT7
    Für Leistungsschwache Komponenten wie Touch Tree, Bewegungsmelder, etc ist ein CAT(7) Kabel optimal
    4-Adriges KNX Kabel geht auch..
    Für Spots etc hab ich bei mir flexible Einzeldrähte (Orange 24V und Weiß GND) verlegt.

    Um bei Steckdosen für alle Eventualitäten gerüstet zu sein empfiehlt es sich auch mit einem 5 Poligen Kabel in die Räume zu fahren. 1x Dauerstrom und 2x geschaltet.
    Die 2 geschalteten Phasen hängen dann über die Relais Ext und sind flexibel schaltbar. Das sollte man sich aber überlegen, wo man das braucht. Nicht das man zu wenig ausgänge hat. Alternativ kann man später mit der Smart Socket Air über Funkt das "nachrüsten"

    Jalosien bzw Raffstore habe ich bei mir 4x1² (Blau, Braun Schwarz, Gelb) verlegt. Auch hier wird die Relais extension benötigt (2 Relais pro Fenster) , außer du willst das per funk realisieren (Shading actuator air) dann genügt ein 3 poliges kabel, ist aber eher zum nachrüsten
    10 Fenster => 20 Relais Ausgänge => 2 Relais Extensions (14 + 6)

    Im Zählerkasten nicht zu klein Dimensionieren, da die Komponenten sehr viel Platz benötigen
    Nach der Planung solltest du dir die TE (Teileinheiten) ausrechnen und deinem befreundeten Elektriker mitteilen das dieser einen ausreichend großen Schaltschrank besorgt. Bei mir sind ca 120 TE

    Ist Audio ein Thema?

    mfg Philipp

    Zuletzt geändert von scharph; vor 3 Tagen.
    Loxonebegeistert seit 2022

    Kommentar

    • schurli
      Extension Master
      • 29.01.2019
      • 120

      #3
      Hallo Joker,

      es ist ganz schwer oder unmöglich dir hier umfassen alles zu erklären.

      Die Vorgehensweise ist, dass du dir überlegen musst, welche Geräte (Aktoren & Sensoren) du in jedem Zimmer haben willst. Dazu gehören Lichtschalter, T-Fühler, Lautsprecher, Lichtkreise, geschaltene Steckdosen, Anwesenheitssensore, etc. Darauf basiert dann deine Loxone Planung.

      Dazu musst du aber wissen, was alles möglich ist mit Loxone oder generell einem "automatisierten" Haus. Dazu musst du selbst recherchieren.

      Ein wesentlicher Punkt ist die Lichtplanung. Es ist wichtig auf Licht-Szenen umzudenken anstatt dem klassischen Ein-/Ausschalter. Das ist anfangs schwierig. In den meisten Räumen hat man mehr als einen Lichtkreis, die heutzutage alle auch noch dimmbar sind. Klassisch hat man für jeden Lichtkreis einen Dimmschalter, bei Loxone aber nur einen einzigen Schalter. Warum? Weil in der Praxis verwendet man nur ein kleine Anzahl der möglichen Kombinationen und diese sind einfach programmierbar in Loxone. Die Leuchtmittel können direkt über Loxone gesteuert werden (z.B: Loxone Lampen und von deren Partnern), oder über Bussysteme wie Dali (hab ich selber, sehr empfehlenswert, größte Produktauswahl möglich), DMX, die alle mit Loxone kompatibel sind, oder ganz klassisch über den Stromkreis ein-/ausgeschalten und gedimmt werden. Das gleiche gilt für die Wandschalter, da gibt es Loxone Schalter die direkt in Loxone eingebunden sind, aber auch ganz normale Lichtschalter sind über Niedrigspannungskabel in Loxone integrierbar. Mehr Info dazu gibt es auf Loxone.

      Seit einigen Jahren neu sind Deckenlautsprecher. Man verbaut in (fast) jedem Raum Deckenlautsprecher. Diese sind auch über Loxone steuerbar. Man kann damit Musik hören aber viel wichtiger Durchsagen durchgeben, wie Hausklingel oder dass die Waschmaschine fertig ist. Das ist schon sehr fein.

      Dann den Außenbereich nicht vergessen. Niedrigspannungskabel und CAT an neuralgische Stellen verlegen, z.B: zum Eingangstor für eine Gegensprechanlage, Torsteuerung, für die Gartenbewässerung, für den Füllstandsensor der Regenzisterne, Überwachungskamera etc. Und aufs Dach für eine Wetterstation.

      Generell gilt, besser zu viele Kabel verlegt als zu wenige. In jedes Zimmer das Loxone Bus (=Tree-) Kabel und zumindest ein CAT Kabel verlegen. Wir haben auch noch Niedrigspannungskabel verlegt für Schalter oder div. Sensoren. Wir haben z.B. in jedem Raum Anwesenheitssensoren, die bei Bedarf in der Nacht das Licht automatisch schalten können. Super praktisch z.B. am WC.

      Alles muss aber vorgeplant werden, Kabel in die Decke und Wände verlegt werden, Decken- und Wandauslässe vorgesehen werden. D.h. die Planung muss schon vor Baubeginn stehen für ein optimales Ergebnis.

      Ein Kommentar noch. Die Loxone Hardware ist nicht ganz billig (Software ist aber gratis!), aber man übersieht wie viel man dadurch sparen kann. Wir haben z.B. 7 Raffstores im Wohnzimmer die normalerweise alle einen eigenen Funkmotor benötigt hätten um mehrere hundert Euro das Stück und einen Windwächter. Fällt alles flach mit Loxone, welches die Steuerung übernimmt. Unsere Heizung mit Wärmepumpe wird ausschließlich über Loxone gesteuert, dadurch haben wir uns Komponenten um €3000.- erspart, was sich erst auf der Schlussrechnung des Installateurs gezeigt hat.

      Viel Spaß!

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      • THE_JOKER
        Azubi
        • vor 4 Tagen
        • 2

        #4
        Danke dir vielmals scharph!

        Schurli, sehr gute Punkte, vielen Dank dafür!!

        Werde mal einen Anforderungsplan mit den ganzen Elementen, die ich haben möchte erstellen, und mich dann Schritt für Schritt weiter einarbeiten.

        Könntest du mir das mit den Rafstores bitte etwas genauer erklären, ich bin nämlich kurz davor die Fenster zu bestellen und habe in jedem Rafstore einen Geiger Air Motor geplant, ist das nicht notwendig?

        Danke euch und liebe Grüße,
        Joker

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        • schurli
          schurli kommentierte
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          Für die Raffstores benötigst du nur einen ganz normalen Motor aber dafür muss zu jedem Raffstore vom Schaltschrank aus wo auch der Miniserver ist ein "normales" 4-poliges Stromkabel verlegt werden. Die Steuerung übernimmt Loxone. Siehe bei Loxone auch den Punkt Automatikbeschattung nach Sonnenstand. Loxone verstellt selbst den Lamellenwinkel nach Sonnenstand um abzuschatten und fährt selbst Raffstorrs rauf o. runter.
          Die manuelle Steuerung kannst du über einen einzelnen Taster pro Raum machen (Loxone Standard) oder je einen Taster je Raffstore.

        • schurli
          schurli kommentierte
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          Noch etwas, was ich gerade nachrüste.
          Genauso wie Raffstoremotoren funktionieren gibt es auch Motoren, die den Hauptwasserhahn zudrehen. In Zusammenarbeit mit den Loxone Wasserstandsensoren können die Überschwemmungen bzw. Wasserschäden verhindern. Fein vor allem im Urlaub.
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