Hydraulischer Abgleich der FBH nötig, wenn mit elektrischen Ventilen geregelt?

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • ceeage
    LoxBus Spammer
    • 03.02.2018
    • 333

    #16
    Hallo,
    ich möchte den Thread mal wieder hoch holen da ich gerade auch vor dem Problem hydraulischer Abgleich stehe.

    Bei uns sind jetzt schon die Stellantriebe Tree verbaut. Jetzt hab ich allerdings folgendes System gefunden: https://www.moehlenhoff.de/oem-alpha-2-system
    Damit kann man sich wohl den hydraulischen Abgleich sparen, denn die Stellantriebe öffnen / schließen so, dass es im
    Gesamtsystem passt.

    Eigentlich ist das alles nur eine Softwarelösung. Loxone würde die Hardware quasi schon liefern. Die Software müsste „nur“ angepasst werden. Oder kann sie das sogar schon durch den IRR Gen2?

    Kommentar


    • Eusebius
      Eusebius kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Wo liest du bei denen, dass "die Stellantriebe öffnen / schließen so, dass es im Gesamtsystem passt"? Ich lesen im Prospekt nur "Hydraulischer Abgleich bei fachgerechter Auslegung nicht notwendig", nicht dass beim Öffnen/Schließen der Stellantriebe auf den hydraulischen Abgleich geachtet wird.

    • Lenardo
      Lenardo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Das ist eine normale einzelraumregelung, wenn eingestellte Raumtemperatur nicht erreicht öffnen die Antriebe und wenn die Temperatur erreicht ist schliessen sie wieder.
      Das sind halt 2 Welten die einen schwören einmal einregulieren und dann laufen lassen, die anderen wollen eine einzelraumregelung.

      Was alle Techniker gerne vergessen oder garnicht wissen, es gibt Frauen denen ist am einen Tag bei 26 grad kalt und am anderen Tag bei 24 heiß, darum bin ich für eine einzelraumregelung, dann kannst du dir den ganzen hydraulischen Abgleich in die haare schmieren solange genug Leistung da ist

      Edit: zu Deiner Frage, das ist ein alternatives Hard u. Softwaresystem zu Loxone (denke von EQ3) dasselbe kannst du mit Loxone machen, mit dem Miniserver, Stellantrieben und der IRR
      Zuletzt geändert von Lenardo; 17.05.2020, 16:33.
  • Christian Fenzl
    Lebende Foren Legende
    • 31.08.2015
    • 11237

    #17
    Beschreibung: TÜV Rheinland bestätigt, dass die Regelung Alpha 2 von Möhlenhoff in der Lage ist, einen automatischen hydraulischen Abgleich an einer nicht abgeglichenen Heizungsanlage mit einer Flächenheizung durchzuführen.
    DAS kann Loxone keinesfalls.
    Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

    Kommentar


    • Lenardo
      Lenardo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Das hab ich nicht durchgelesen
  • Eusebius
    Smart Home'r
    • 08.09.2017
    • 60

    #18
    Hier meine Erfahrung zu dem Thema:
    • Installateure machen keinen hydraulischen Ausgleich und wenn doch, dann falsch.
    • Ab ein paar Heizkreisen ist der hydraulische Ausgleich eine sehr zeitaufwändige Sache (darum machens die Installateure auch nicht).
    • Und auch ein perfekter hydraulischer Ausgleich führt nicht zu dem Ergebnis, dass bei minimalen Energiekosten alle Räume immer die Zieltemperatur haben.
    Warum auch der perfekte hydraulische Ausgleich das nicht schafft:
    • es gibt externe Faktoren, die einen Raum manchmal aufheizen, manchmal nicht (Sonneneinstrahlung, Körperwärme, Kochen, andere Heizquellen wie Handtuchtrockner, Föhn, Kamin, Kerzen, Fernseher, Dusche, Bad, Sauna, ...) --> ohne Einzelraumregelung heizen Räume bei perfektem hydraulischen Ausgleich auch dann noch, wenn sie deutlich zu warm sind.
    • genauso gibt es externe Faktoren, die einen Raum manchmal abkühlen, manchmal nicht (offene Fenster, Zug, Wohnraumlüftung, Dunstabzug, Stürme, ...) --> ohne Einzelraumregelung heizen Räume bei perfektem hydraulischen Ausgleich auch dann nicht, wenn sie deutlich zu kalt sind.
    • die Zuleitungen zu den einzelnen Räumen sind nicht gut genug gedämmt, dass sie indirekt auch andere Räume mitheizen
    Und dann gibt es natürlich noch andere Aspekte, bei der ein perfekter hydraulischer Ausgleich nicht mitkommt:
    • wie Lenardo schreibt ist mal 26 zu wenig und 24 zu viel
    • ein warmer Fußboden macht einen Raum gefühltermaßen um ein paar Grad wärmer
    • "wichtige" Räume (= Aufenthaltsräume) sollten (z.B. nach einem Urlaub) schneller die Zieltemperatur haben (und nicht überschießen) als unwichtige Räume
    • Räume sind nicht homogen warm - an einigen Stellen mal zu warm, an anderen gleichzeitig zu kalt
    • ...
    Also mach einen hydraulischen Ausgleich (am einfachsten selbst, in dem du mal bei offenen Stellantrieben versuchst alle Heizkreise auf gleichen Durchfluss zu stellen ohne auf wärmere/kältere Räume Rücksicht zu nehmen), aber nur um mal eine Basiseinstellung zu haben (und z.B. zu Prüfen ob die Pumpe nicht über/unterdimensioniert ist). Und dann verwende die Stellantriebe um daraus ein intelligentes Heizsystem zu machen, das Energie und Nerven spart.

    Kommentar

    • ceeage
      LoxBus Spammer
      • 03.02.2018
      • 333

      #19
      Danke für eure Antworten.

      So ganz komme ich aber immer noch nicht mit...
      Das Wasser sucht sich ja bekanntlich den Weg des geringsten Widerstands und so kann es passieren, dass gewisse Heizkreise schneller mit dem warmen Wasser beliefert werden als andere. Deshalb sollte ja quasi ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.
      Setze ich jetzt zusätzlich auf ERR, da ich z.B. vermeiden möchte, dass Räume, welche einem stärkeren solaren Energieeintrag unterliegen (Wohnzimmer z.B.) überhitzen, schließt der Stellantrieb das Ventil. Somit ist der Widerstand hoch und das Wasser wird an die anderen Räume abgegeben. Soweit die Theorie. Funktioniert das dann alles überhaupt noch wenn ein hydr. Abgleich durchgeführt und die Heizkreisverteiler entsprechend eingstellt sind?

      Wie geht man nun genau vor? Die KfW verlangt einen hydraulischen Abgleich.
      Ich bin nun auf die Grundfos Umwälzpumpe Alpha 2 bzw. 3 gestoßen, mit welchen man über die entsprechende App den hydr. Abgleich selbst durchführen kann. https://de.grundfos.com/products/fin...et-alpha3.html

      Ich habe für mein Haus noch einen zusätzlichen Anwendungsfall: kühlen über die Heizkreise im Sommer. Ohne hydr. Abgleich kann es ja dann passieren, dass bei 100% geöffneten Stellantrieben der ein oder andere Raum nicht/nicht ausreichend gekühlt wird.

      Was ist denn nun richtig und was ist falsch?
      Zuletzt geändert von ceeage; 18.05.2020, 01:00.

      Kommentar


      • Eusebius
        Eusebius kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Beim Kühlen solltest aufpassen. Bei einer Fußbodenheizung bekommst einen sogenannten Kältesee (d.h. am Fußboden wirds eiskalt, die Kälte steigt nicht bis zu den Temperaturfühlern auf) und bei allen Arten von Heizungen wirst Kondenswasser bekommen. D.h. Raum wenn dann nur ganz wenig kühlen oder in Intervallen oder für sehr gute Zirkulation in Heizungsnähe sorgen.

      • Michael Sommer
        Michael Sommer kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        @Eusebius
        Eiskalt wird es sicherlich nicht, wenn man die FB-Vorlauftemperatur beim Kühlen richtig vorgibt. Sicherlich kann es sein, dass FB-Oberflächen mit z.B. 18°C manche noch als zu Kalt empfinden. Das Problem ist halt, je höher die Oberflächentemperaturen sind umso geringer die Kühlleistung und Temperaturabsenkung im Raum.

        Übrigens Kondensatbildung deutet darauf hin, dass die VL-Kühlmitteltemperatur unter der Taupunktgrenze liegt. Also falsch eingestellt oder Reglerfunktion defekt.

        Viele der von Dir beschriebenen Punkte sind vermeidbar, wenn man mittels Feuchteüberwachung im Raum (Taupunkttemperturberechnung) die Kühlwasser-VL-Temperatur mittels Begrenzungsregler so beeinflusst, dass diese im Mittel immer 1-2K höher ist als die zugehörige Raum-Taupunkttemperatur.

        Zusätzlich noch einen Kondensatwächter an die VL-Rohrleitung der bei Taupunktbildung am Rohr die FB-Kühlung abschaltet bzw. das Ventil schließt. Problematisch ist oft die Wiederinbetriebnahme der Kühlkreisregelung/Pumpe, weil die Trocknungszeit sehr lange sein kann. Hier hilft ein Taster mit Zeitglied, der nur die Pumpe einschaltet. Wird innerhalb der Zeitverzögerung die Leitung als Trocken gemeldet, wird die regelung/Ventil freigegeben. Wenn nicht, dann schaltet die Pumpe wieder ab und muss erneut per Taster gestartet werden. Ursache der Kondensatstörung sind meist Undichtigkeiten am Ventil oder zu kurzer zeitintervall.

        Gruß Michael
    • svethi
      Lebende Foren Legende
      • 25.08.2015
      • 6318

      #20
      Bei einem richtigen hydraulischen Abgleich gibt es auch am Ende (oder für die Berechnung allein schon vorher) einen genau definierten Differenzdruck. Daher sind auch elektronisch geregelte Pumpen Vorschrift. Diese werden auf diesen Konstantdruck eingestellt und halten diesen dann auch wenn ein Verbraucher abgeschalten wird. Mehr sage ich zu dem Thema nicht, da es hier schon zur Genüge erörtert wurde.
      Miniserver; KNX; Vitogate; EnOcean (EnOceanPi); Loxone Air; Caldav-Kalenderanbindung; RaspberryPi und für keine Frickellösung zu schade :-)

      Kommentar


      • Eusebius
        Eusebius kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Naja bei meiner Pumpe (Wilo Stratos) steht in der Gebrauchsanweisung genau, dass bei "Fußbodenheizungen mit Thermostat- oder Zonenventilen" auf konstanten Differenzdruck-Sollwert eingestellt werden soll. Und da alles vom selben Installateur kam, hätte er sich eigentlich auskennen müssen...

      • svethi
        svethi kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Stimmt, wenn der auch den Ausgleich gerechnet hat, dann ja ;-)

      • Eusebius
        Eusebius kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        :-)
    Lädt...