ich muss mich leider einfach mal ausk**zen und hoffe, dass vielleicht im Anschluss konstruktive Ideen dabei herauskommen, wie ich mein Problem gelöst bekomme. Erst mal kurz zur Vorgeschichte:
Ich habe 2014/2015 ein neues EFH gebaut und mich für die Hausautomation mit Loxone entschieden. Entscheidender Grund war am Ende insbesondere die intuitive Programmierung über die Loxone Config. Wenn man sich für das System entschieden hat, entscheidet man sich ja auch immer für gewisse Konzepte, die verschiedenen Anforderungen abzubilden. So war es natürlich auch bei mir:
- Taster sternförmig verkabelt nach Loxone-Standard
- Bewegungsmelder sternförmig verkabelt
- Licht per DMX-Bus, wo sinnvoll und möglich
- Sensorik per 1-Wire-Bus (insb. Temperatur und Reed-Kontakte)
Wie war also der ursprüngliche Plan ?
Ich habe den Elektriker 2 Bus-Leitungen vom Schaltschrank aus durch diverse Einbaudosen ziehen lassen. Einmal fürs Erdgeschoss und einmal für oben. Als Bus-Leitung kam der Einfachheit halber CAT5 zum Einsatz, da ich davon ausgegangen bin, die übrigen Adern ggf. noch für andere Dinge nutzen zu können und weil davon ohnehin genug vorhanden war.
In den Einbaudosen wollte ich das Kabel dann mit CAT5-Verbindern durchverdahten und die 1-Wire-Sensoren anbringen. Als Sensoren kommen die DS18B20 für Temperatur und DS2401 für die Reed-Kontakte zum Einsatz. Die Sensoren hatte ich im Vorfeld selbst zusammengelötet und erfolgreich getestet, einzig die Sensoren für den Estrich habe ich fertig bei eBay gekauft.
Die erste, richtige "Tat" am Bau war es, die Estrichtemperaturfühler einzubauen. Ich habe diese also zwischen den Rohren der Fußbodenheizung festgeklebt und über ein Leerrohr in die dafür vorgesehene UP-Dose geführt. In der UP-Dose habe ich die 3 Adern an den CAT5-Verbinder geklemmt und das ganze mit genügend Spiel aus der Dose hängen lassen.
Nachdem die Estrichtemperaturfühler im Estrich eingegossen waren der erste Schreck: Leider hatte sich durch irgendwelche Umstände teilweise das Kabel in die Dose zurückgezogen, so dass der CAT5-Verbinder straff am jeweiligen Dosenrand hing. In den "normalen" Einbaudosen kein riesiges Problem, da die Platine immer noch erreichbar war, ich habe aber teilweise auch Elektronikdosen verbaut, in denen ich nun kaum noch an den Verbinder herankomme.
Zweite Tat war dann das Durchverdrahten des CAT5-Kabels und damit hatte ich den nächsten Ärger: Nicht alle Adern waren bis zur jeweils letzten 1-Wire-Dose durchgängig. Teilweise lag es daran, dass ich selbst Adern vertauscht hatte (Müdigkeit, ähnliches Aussehen der "weißen" Adern, ...), was ich korrigiert habe, aber einige Probleme blieben.
Wie ich mittlerweile weiß, konnte ich eine Ader durch die bereits angeschlossenen Sensoren nicht vernünftig messen. Weiß nicht, ob GND, VDD oder DQ das Problem ist, aber die bereits angeschlossenen Sensoren scheinen meinen Durchgangsprüfer zu verwirren. Dann gab es auf einem Leitungsabschnitt noch echte Probleme, da anscheinend in das Kabel irgendwer reingebohrt hat und darum die meisten Adern nicht durchgängig oder kurzgeschlossen sind. 3 funktionierende konnte ich aber mittlerweile finden. Außerdem war die Isolierung der Estrichtemperaturfühlerkabel nicht spröde, sondern sehr gummiartig flexibel und dadurch hat sich manchmal mit dem LSA-Werkzeug kein Kontakt herstellen lassen. Das habe ich aber auch mit der Lupe irgendwann herausgefunden und mittlerweile korrigiert.
Damit hatte ich es jetzt nach wirklich vielen Stunden, die ich damit zugebracht hatte, endlich hinbekommen, dass ich die meisten der Estrichtemperaturfühler auslesen kann. Leider nicht alle, warum weiß ich bei den restlichen zweien nicht.
Dann wollte ich die Raumtemperaturfühler und Reed-Sensoren anbringen. Kaum einen Sensor angebracht, schon funktionierte der ganze Bus nicht mehr (=Loxone findet keine Geräte). Ich vermute, dass das irgendwas mit der Spannungsversorgung von 1-Wire zu tun hat. Die Temperaturfühler funktionieren nämlich bis zu einem gewissen Grad parasitär (also ohne separate Spannung), aber wenn es zu viele werden, wohl nicht mehr, dann wird alles instabil. Weitere Messungen haben ergeben, dass ich die von Loxone eingespeisten 5V nicht überall habe. Teilweise 3,3, teilweise 1,5. Keine Ahnung, woran das jetzt schon wieder liegt.
Und damit neigt sich das Kapitel nun auch dem Ende zu, nachdem mir nämlich heute aufgefallen ist, dass selbst die funktionierenden Estrichfühler seit dem 11.11.2017 keine Daten mehr gesendet haben und ich auch keine Sensoren über die Loxone Config mehr finden konnte, habe ich den Miniserver neu gestartet. Im Anschluss war die 1-Wire Extension offline. Ein Blick im Schaltschrank zeigte mir auch wieso: Es roch verschmort und sie war sehr heiß. Was also auch immer hier nicht stimmt, hat jetzt neben meiner Geduld auch die Extension auf dem Gewissen :-(.
Ich habe echt keinen Bock mehr. Das war die besch***enste Entscheidung beim Bau, 1-Wire zu verwenden weil dadurch einfach die wichtigsten Bausteine meiner Steuerung fehlen. Ich habe keine Ahnung, wie warm es in den Räumen ist (Heizungssteuerung, Optimierung der Beschattung, ...) und ich kenne keine Öffnungszustände der Türen und Fenster (Alarmanlage, Heizungs- und Lichtsteuerung, Logik gegen Aussperren auf der Terrasse etc.).
Ich würde das ganze Zeug am liebsten rausreißen und neu machen, aber das geht ja nun mal nicht :-(. Und Alternativen gibt es auch kaum. Klar, ich könnte für was weiß ich wie viele 100-1000 Euro Air-Komponenten von Loxone kaufen.
Meine einzige Hoffnung ist noch, dass es jemanden gibt, der in der Lage ist, die Leitung wirklich durchzumessen und mir am Ende 3 funktionierende Adern übergibt. Aber ich kenne niemanden im Großraum Hannover/Celle, der mit sowas Erfahrung hat :-(. Ihr ?
Gruß Siebo
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