Fehlerströme ermitteln und in Loxone Statistik ablegen (welche Hardware?)

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  • Gast

    #1

    Fehlerströme ermitteln und in Loxone Statistik ablegen (welche Hardware?)

    Hallo,

    Ich möchte in einer Hausinstallation den fließenden Fehlerstrom live oder leicht zeitversetzt ermitteln und z.b. in einer Analogen 0-10V Spannung darstellen, um in der Loxone eine Auswertung zu erhalten.
    Es geht darum, Defekte Geräte (Isolationsfehler) frühzeitig zu erkennen und vorbeugend Tätig zu werden, am besten bevor der RCD Schalter bei 31 mA Tschüss sagt.
    Hat hier einer Erfahrung wie man das Hardwaremäßig am besten löst? Es kann auch gerne Hardware sein die über Modbus oder RS232 komuniziert.

    danke im voraus
  • Thomas M.
    Lebende Foren Legende
    • 25.08.2015
    • 3263

    #2
    Einfach einen FI verbauen der den Fehlerstrom "anzeigt".


    Ganz ehrlich gesagt ... loht es ein ziemlich unwahrscheinliches Ereignis mit ziemlich hohen Kosten detektieren zu können?
    Ansonsten google wegen stromwandler mit 0-10V/4-20mA Ausgang befragen.

    Ich habe noch nie erlebt, dass ein Schutzklasse 1 Gerät, also eines mit Erdungsanschluss einen grenzewertigen Fehlerstrom fliessen lässt.
    Zu 95% (einfach ins Blaue geschätzt) sind doch alle Gerät Schutzklasse 2, also ohne Schutzleiter und ohne Fehlerstrom.

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    • Gast

      #3
      Hallo Thomas M,

      danke für den schnellen Beitrag.
      mit diesen Digitalen RCD sind wir ja schon nahe dran. Habe das Orginaldatenblatt rausgesucht, da kann man Optisch ablesen ob 30-50% Fehlerstrom fließt (gelbe LED leuchtet), oder bis 50% Fehlerstrom Fließt(Rote LED leuchtet dauerhaft). Hab aber leider von einen 0-10V oder 0(4)-20mA Ausgang nichts gefunden, hoffentlich hab ich nicht zwischen den Zeilen gelesen.

      Geräte der Schutzklasse 1 mit Isolationsprobleme gibt es im Haushaltsbereich oft (die defekte Heizung, Motor einer Waschmaschine, Brunnenpumpe, ). da soll es Gerüchte geben das sich so manche Elektriker damit den Lebensunterhalt erstreiten :-)
      Um das geht es in diesen Fall. Eine Zusatzkontrolle eines Probelaufes mit Aufzeichnung des Fehlerstroms.







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      • M.v.V.
        Extension Master
        • 25.08.2015
        • 145

        #4
        Hallo,

        Ein FI/RCD muss nicht ab 31mA sondern ab 50%, spätestens aber bei 100% des Nennfehlerstromes in der geforderten Zeit auslösen (je höher der Fehlerstrom umso schneller muss der FI auslösen).
        Wenn ich in Anlagen Messe kommen ich meist auf einen Auslösestrom von 18-24mA.

        Im professionellen Bereich hat z.B. Janitza entsprechende Geräte im Angebot, allerdings viel zu teuer für den Hausgebrauch:
        Erfahren Sie, wie Sie mit RCM-Monitoring-Lösungen von Janitza ungeplante Ausfallzeiten von Anlagen vermeiden und die Anlagensicherheit in Ihrem Unternehmen verbessern können.


        Wenn du bei dir zu Hause mögliche Ausfälle minimieren willst, wäre folgendes praktikabel:

        1. Mehrere FIs verwenden, damit im Fehlerfall nicht gleich alles aus ist. Dabei relevante Teile wie etwa Heizung oder Haussteuerung oder Anfällige Gebäudeteile wie Außenbereiche einzeln absichern.

        2. Reihenklemmen mit N-Trennklemme verwenden.
        So kann schnell und eindeutig gemessen werden und dann ein fehlerhafter Stromkreis komplett von der Anlage getrennt werden.

        3. Besorge dir ein günstiges Isolationsmessgerät.
        So kannst du selbst den Fehler genau eingrenzen und dann wie unter Punkt 2 genannt von der Anlage trennen. Aber Vorsicht, die Isolationsmessung läuft mit hoher Spannung, bei unsachgemäßem Gebrauch kann man seine Elektronik grillen!
        Solche günstigen Geräte sollten für den Heimgebrauch völlig ausreichen:


        Wenn du so vorgehst reduzierst du mögliche Ausfälle und hast die Anlage in wenigen Minuten wieder im Gang, und das mit überschaubaren Kosten.

        Gruß, Michael

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