Berührungsschutz Schaltschrank vorgeschrieben?

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  • hogi
    Smart Home'r
    • 25.10.2017
    • 65

    #1

    Berührungsschutz Schaltschrank vorgeschrieben?

    Hallo zusammen
    Wegen diverser Probleme mit meinem Elektriker und dem Mann von der Energieversorgung in der Bauphase ist in meinem Kasten nicht mehr soviel Platz:
    - Falscher Kasten bzw. zu spät bestellt (jetzt habe ich 2 Kästen und musste mir Übergabelöcher rein machen).
    - Energiezähler nehmen fast 2 volle Felder ein.
    Wenn ich aber die Hutschienen so anordne, wie es durch den Berührungsschutz vorgesehen ist, dann bekomme ich nicht mehr viel rein.
    Braucht man den denn? Im Netz konnt ich nichts Eindeutiges finden.
  • simon_hh
    Lox Guru
    • 18.09.2015
    • 2659

    #2
    Berührungsschutz ist natürlich obligatorisch.
    Mach mal ein Foto, dass man sehen kannst, was Du genau meinst.
    Haus: Bj 1959, gekauft 2011, totale Entkernung, Dachausbau, Erweiterung & Vergrößerung: Start: 2014, Ende: 2050
    Loxone: 1 x Ms Gen.02, 1 x MS Gen.01, 5 x Ext., 4 x Relay Ext., 1 x Dimmer Ext., 2 x 1-wire Ext., 1 x DMX Ext. 1 x TREE Ext. mehr kommt noch
    Licht: DMX LED Beleuchtung (24V), MW HLG Serie und eldoled Dimmer
    Heizung: Brötje WBS 22F, OG Heizkörper und FuBoHeizung über RTL, EG FuBoHeizung

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    • Michael Sommer
      Lox Guru
      • 25.08.2015
      • 1956

      #3
      Zum lesen:

      Ein Sachverständiger bemängelte in unserem Betrieb einige Verteilungen der Schutzklasse II, weil zwischen der Trageschiene und dem Tragegerüst kein...


      Vermutlich meinst Du keine Schaltschränke sondern Installationsverteiler. Diese werden üblicherweise in Wohngebäuden mit Schutzklasse 2 ausgeführt.
      Für EVU-Zählerfelder gelten Zusätzlich noch die Vorschriften des zuständigen Energieversorgers. Die lassen üblicherweise keine „Eigenen Lösungen“ zu.

      Ob das nachfolgende Beispiel in Deinem Fall zutrifft, ist nicht von Bedeutung.
      Beispiel: zwei- bzw. dreifeldriger Norm-Zählerschrank mit „unten montierten Sammelschienen“:
      In diesem Fall ist sicherlich eine Anschlussmöglichkeit (auch über Leitungseinführungsflansch) nicht zulassen, wenn man darunter Durchgänge für einen direkt angeflanschten Zusatzverteiler schaffen will. Hier hilft eventuell, mittels außerhalb der beiden Verteiler montierten Kabelkanales, die Verdrahtungsanbindung aus dem oberen Anschlussraum des Zählerschrankes zum Zusatzverteiler zu führen und entsprechend der Verteilerschutzart einzuführen.
      Gruß Michael

      Haustechnik UG: MS2, 7 Extensionen, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
      ELT-Allgemein UG: MS1, 4 Extensionen Notbedienebene, RM+WM-Anlage, Mehrere Shellys
      Wohnung OG: MS1, 8 Extensionen, Notbedienebene, Mehrere Shellys
      Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG). Mehrere Shellys
      LoxBerry-Nutzer: Stats4Lox,
      Testserver: 2xMS-GEN1

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      • hogi
        Smart Home'r
        • 25.10.2017
        • 65

        #4
        Wahrscheinlich meine ich Installtionsverteiler ;-)

        Das was du da schreibst ist zu kompliziert für mich, da mir die ganzen Fachbegriffe nicht geläufig sind. Ich habe mal ein Bild angehangen... das sagt oft mehr als 1000 Worte.
        Mir geht es um die beiden rechten "Felder" wo die Sicherungen und die Loxone Komponenten sind. Da gibt es so weiße Deckel zum drauf-schrauben. Um die geht es! Sind die pflicht oder nicht?
        Blöd an den Deckeln ist, dass diese 2-geteilt sind. Das kostet noch mal zusätzlich Platz. Bei dem 2ten von rechts ist das OK da dort auch die N Klemmen sitzen. Bei dem ganz rechten ist keine N Klemme und somit einfach ungenutzer Raum. Die 2 Hutschienen würden so sitzen wie die Ausschnitte in den Deckeln sind. Man sieht gerade zwischen Server und Hutschiene, dass da Platz Verschenkt würde.
        Alternativ würde es auch helfen, wenn es einfach komplette Deckel (aus einem Stück und ohne vorgegebene Ausschnitte) geben würde. Bei Hager habe ich aber weder das eine noch das andere gefunden (und schon gar nicht beides zusammen).

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        • Michael Sommer
          Lox Guru
          • 25.08.2015
          • 1956

          #5
          Hallo hogi,
          Du meinst die abnehmbaren Abdeckungen in den Feldern 3+4. Die werden als Berührungsschutz immer erforderlich.

          Die Frage ist doch, welche Einbauten noch nachzurüsten sind. Solange diese „Reiheneinbaugeräte“ in der Höhe unter die Abdeckung passt, ist das kein Problem. Du kannst doch die Einzelnen „Hutschienen“ einfach versetzen. Bitte berücksichtige aber den erforderlichen Anschlussraum an den Bauteilen. Die beiden „56mm starken Abdeckungsrahmen an der Berührungsschutzabdeckung“ (mir fällt das korrekte Wort nicht ein) kann man doch oben/Unten passend zur benötigten Höhe ausschneiden. Das gilt natürlich nur für Bauteile die unter die Abdeckung passen.

          Was mir auch noch aufgefallen ist. Die Hutschienen (Reihenklemmen mit PE-Anschluss) wurden nicht isoliert. Hier braucht es jeweils zwei Isolatorstücke zwischen Tragrahmen und Hutschiene zum isolierten Aufbau. So ist das für die Schutzart 2 nicht zulässig.

          Gruß Michael
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          • hogi
            Smart Home'r
            • 25.10.2017
            • 65

            #6
            Also die Abdeckungen braucht man? Habe ich bisher nix dazu gefunden.
            Also da soll schon nochwas hin!
            Und die Abdeckung hat an bestimmten Stellen ja schon Löcher. Ich kann die Schienen also nicht mehr versetzen! Und die Komponenten wie Loxone etc passen nicht komplett unter die Abdeckung. Die müssen in die Ausschnitte.

            Zu deiner Anmerkung wegen der fehlenden Isolierung. Kannst du mir mal ein Bild schicken was du da meinst und dass in meinem Bild makieren? Danke

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            • Michael Sommer
              Lox Guru
              • 25.08.2015
              • 1956

              #7
              Zitat von hogi
              … Und die Abdeckung hat an bestimmten Stellen ja schon Löcher. Ich kann die Schienen also nicht mehr versetzen! Und die Komponenten wie Loxone etc passen nicht komplett unter die Abdeckung. Die müssen in die Ausschnitte. …
              Wenn Du Reiheneinbaugeräte hast, die höher als die Abdeckung sind, kannst Du die Montageorte natürlich nichts ändern. Anschlussklemmen von Einbaugeräten dürfen nicht aus der Schutzabdeckung herausragen bzw. müssen entsprechend der Schutzklasse geeignet abgedeckt sein.

              Zitat von hogi
              … Zu deiner Anmerkung wegen der fehlenden Isolierung. Kannst du mir mal ein Bild schicken was du da meinst und dass in meinem Bild makieren? …
              Nö, das ist mir zu Umständlich. Aber es ist doch einfach: an den beiden obersten Hutschienen ist eine PE-Klemme (gelb/grün) mit der Schiene verbunden. Diese Hutschiene muss vom Grundrahmen isoliert werden Von Hager gibt es passende Isolierstücke (U84T) siehe Link:


              Ob die untersten Hutschienen auch noch einen PE-Anschluss benötigen kann man nicht beurteilen. Frage Deinen Elektriker, der weiß (hoffentlich) was er da alles verdrahtet hat.

              Gruß Michael
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              • simon_hh
                Lox Guru
                • 18.09.2015
                • 2659

                #8
                Es gibt -glaube ich auch- noch die Möglichkeit die Abdeckungen zu erhöhen, eventuell die UZ02A3 von Hager, das weiß z.B. Elektrofuzzi bestimmt.
                Haus: Bj 1959, gekauft 2011, totale Entkernung, Dachausbau, Erweiterung & Vergrößerung: Start: 2014, Ende: 2050
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                • Talian
                  Smart Home'r
                  • 29.12.2016
                  • 59

                  #9
                  Zitat von Michael Sommer
                  an den beiden obersten Hutschienen ist eine PE-Klemme (gelb/grün) mit der Schiene verbunden. Diese Hutschiene muss vom Grundrahmen isoliert werden.
                  Hi Michael,

                  weißt du zufällig auch warum die Schienen isoliert ausgeführt werden müssen? Ich stehe gerade auch vor einem Grundlegenden Umbau meines Schaltschrankes - eben wegen solcher Fehler eines Elektrikermeisters... Dank dir

                  vg Talian

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                  • Michael Sommer
                    Michael Sommer kommentierte
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                    Hallo,
                    Lese einmal in meinem Beitrag 3 den Link „Praxisproblem“. Vielleicht klärt das Deine Frage.
                    Gruß Michael
                • miqa
                  MS Profi
                  • 03.06.2016
                  • 774

                  #10
                  Weil die Verteiler Schutzklasse 2, also Schutzisoliert sind. Im aktuellen zustand erdest du den Verteiler über die PE Leitung die an den Klemmen der Hutschiene aufgelegt sind. Um Schutzklasse 2 zu erhalten muss die Hutschiene vom Verteiler isolieren. Dafür gibt es die Hager U84T die schon genannt wurden.

                  Kommentar

                  • Talian
                    Smart Home'r
                    • 29.12.2016
                    • 59

                    #11
                    Danke Michael und Miqa. So langsam bin ich echt froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, den Elektriker zu wechseln... Wer weiß, was in meinem Schaltschrank noch so nicht wirklich toll gelöst ist. Der Auslöser ist ein FI, der bei Testtastendruck nicht auslöst.

                    vg Talian

                    Kommentar

                    • miqa
                      MS Profi
                      • 03.06.2016
                      • 774

                      #12
                      Vielleicht einfach kaputt?
                      Beim Betätigen der Testtaste (merkwürdiges Wort) wird eigentlich intern ein Fehlerstrom erzeugt. Das sollte unabhängig von der äußeren Verdrahtung sein.

                      Wenn du sicher sein willst (und die Möglichkeit besteht) kannst du ja mal die Last abklemmen (lassen) und dann nochmal betätigen.

                      Aber im Grunde bin ich mir relativ sicher dass der FI hinüber ist, wenn beim Betätigen der Taste nichts passiert.

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                      • Iksi
                        Lox Guru
                        • 27.08.2015
                        • 1111

                        #13
                        Es wäre auch möglich dass ein zu hoher Gleeichhstromanteil fließt. Dies wird Z. B. Schaltnetzteil, Frequenzrichter etc. Erzeugt. Das bringt einen normalen FI dazu dass er nicht mehr auslösen kann, auch nicht durch die Festtage. Für solche Fälle gibt es Allstromsensitive FI's.

                        Gesendet von meinem BLN-L21 mit Tapatalk

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                        • Talian
                          Talian kommentierte
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                          das habe ich die letzten Tage auch gelernt. An dem FI hängt tatsächlich ein zwei phasiger Wechselrichter und der FI ist allstromsensitiv. Mein befreundeter Elektriker nahm alle Abnehmer von diesem FI und spätestens dann sollte er auslösen.
                      • Talian
                        Smart Home'r
                        • 29.12.2016
                        • 59

                        #14
                        Das dachte ich auch und fragte einen befreundeten Elektriker. Dieser schaute nach und diagnostizierte einen Anschlussfehler. Von den drei Phasen des FI waren nur zwei angeschlossen, laut Anleitung des Herstellers müssen alle drei Phasen eingangsseitig angeschlossen werden. Ein simpler Tastendruck des Testtasters des installierenden Elektrikermeisters hätte das Problem bereits bei der Montage offen gelegt. Auch frage ich mich, warum in dem Verteiler eine 60A Sicherung verbaut ist, wenn die Hauptsicherung vor dem Zähler 35A und die Sicherung im Hausanschluss 50A hat. Leider kann ich das den Installateur nicht mehr fragen, da der sich nicht mehr meldet.

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                        • Michael Sommer
                          Lox Guru
                          • 25.08.2015
                          • 1956

                          #15
                          @Alle: Nur zur Info: Bei einigen FI-Typen von Hager (Beispiel Baureihe CDA) gibt es eine Änderung des Spannungsabgriffs vom Testkreis. Nur so viel, an den neuen Geräten erfolgt die Anbindung an L2/L1. Die Alten Geräten hatten die Anbindung N/L1. Da kann es schon sein, dass bei 1-poligem Anschluss der FI nicht funktioniert. Früher war das egal, weil in der Regel L1 immer angeschlossen wurde und dadurch der Teststromkreis aktiv geschaltet werden konnte.
                          Ich bin gerade dabei meinen UG-Installationsverteiler zu verdrahten, deshalb bin ich bei der Montage auf den Hinweiszettel „gestolpert“. Da ich Grundsätzlich alle 4-poligen FIs Eingangsseitig immer verdrahte, wäre mir das gar nicht aufgefallen.

                          Gruß Michael
                          Haustechnik UG: MS2, 7 Extensionen, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
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                          Wohnung OG: MS1, 8 Extensionen, Notbedienebene, Mehrere Shellys
                          Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG). Mehrere Shellys
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                          • miqa
                            miqa kommentierte
                            Kommentar bearbeiten
                            Interessant. Was wohl der Grund für solch eine Änderung ist?
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