Und dass der Touch Surface, dessen Erkennungs-Prinzip auf kapazitive Effekte zurückgreift, von diesen Magnetfeldern beeinflusst werden kann, wundert mich dadurch auch nicht sonderlich.
Wie schon gesagt, abstecken oder während des Kochens abschalten ist natürlich auch keine Lösung, das ist mir völlig klar. Schade natürlich, dass Loxone da nicht darauf hinweist, wie groß der Abstand zu solch "strahlenden" Geräten wie Induktionsherd oder Mikrowelle in der Regel sein muss. Angesichts der großen Schwankungsbreite vielleicht auch dem geschuldet, dass man sich ohne Aussage teils weniger angreifbar macht als mit "10cm reichen" - und dann tut es das bei Neff vllt. am Ende doch nicht.
Der Ansatz, den Touch Surface (Tree!) in Richtung des Herds zu schirmen wie von HRA gezeigt, ist meines Erachtens das einzige, das unter Umständen helfen könnte, wenn man keinen größeren Abstand haben kann oder möchte. Im idealfall ist der Schirm auf PE gelegt, um die induzierten Ströme gleich abzuleiten. Allerdings erreichen die Magnetfelder die Sensoren ja weiterhin von oben und von der Seite. Einen gewissen Mindest-Abstand sollte mann trotz allem also möglichst erreichen.
Das Stichwort EMV ist meines Erachtens etwas, das in der Praxis anders funktioniert, als man es erwarten würde. Nur weil ein Gerät verkauft wird, heißt es noch nicht, dass es keine Störstrahlung aussendet.
Wenn ihr einmal einen Renault Zoe mit >11 kW geladen habt, wisst ihr, dass das Teil aus EMV-Sicht nicht ganz ohne ist. Sobald das Auto lädt, steigt einer meiner Arduinos mit WLAN-Verbindung aus. Unsere Mikrowelle und eine Pflanzenlampe quietschen als Resonanzkörper in der Frequenz, die man auch am Auto hört (10 kHz hören sich nicht gut an auf Dauer).
Wenn ich unsere Mikrowelle (Bosch Einbaugerät Serie 8) auf >600W einschalte, verliert der direkt darunter eingebaute Bosch Backofen (Serie 8) sein WLAN-Signal.
Mittlerweile wundere ich mich über wenig, was Störstrahlung angeht...
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