Farbkanäle RGBW-Wandsteuerung an Extension kopieren?

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  • Gast

    #1

    Farbkanäle RGBW-Wandsteuerung an Extension kopieren?

    Hallo zusammen!

    Derzeit bin ich gerade bei der Umsetzung meiner Treppen-LED-Steuerung und würde gerne wissen ob es möglich ist die Farbkanäle eines anderen Controllers an die Loxone zu kopieren / übertragen, um diese dann an die Stripes per DMX zu schicken?

    Kurz zu meiner Situation: In allen Setzstufen ist ein LED-Profil eingelassen und jede zweite Stufe ist miteinander verbunden (die 1. mit der 3., die 2. mit der 4. usw.). Anfangs wollte ich 2 getrennte Stripes daraus machen und in Reihe miteinander verbinden, nun hab ich das viel geschickter, wenn auch verrückter gelöst: in jeder Stufe befindet sich ein Mini-DMX-Controller, welcher über die DMX-Extension angesteuert wird. Die Stripes selbst sind jeweils am DMX-Controller angeschlossen und ich kann jede Stufe mittels Programmierung und App einzeln anfahren, soweit so gut. Jetzt die Herausforderung:

    Ich habe am Treppenanfang an der Wand zusätzlich eine RGB Wandsteuerung vorgesehen, bei der man mit einem großen Drehregler Farbe und Helligkeit steuern kann. Würde zwar auch mit Tablet gehen, ist von der Optik und Haptik jedoch viel edler... Diese Steuerung schickt per Funk die Infos an einen RGBW-Controller, welcher entsprechend der Farbeinstellung an den Kanälen die jeweilige Spannung ausgibt (24V).
    Da ich ja die Stripes nicht direkt mit dem Controller ansteuern kann hab ich mir überlegt, die Farb-Kanäle an den analogen Eingängen der Loxone-Extension anzuschließen (mit PullUp-Widerstand, da die Spannung über Minus gezogen wird), dann erhalte ich sozusagen eine Kopie der Spannungswerte von den einzelnen Kanälen in die Programmierung. Jetzt ist die Frage, ob man anhand der Spannungswerte die Farben der Kanäle „errechnen“ kann um diese dann den DMX-Stripes weiterzugeben ? Das Problem ist unter anderem, dass die analogen Eingänge nur bis 10V erfassen, ich bräuchte also einen Widerstand dazwischen, der die Spannungen dynamisch runterregelt (wenn 24V anliegt, dann nur 10V weitergeben, bei 12V nur 5V usw..). Gibt es so einen überhaupt? Ansonsten müsste ich über ein separates 10V-Netzteil den Controller versorgen, dann würde die Spannung an den Kanälen richtig rauskommen.

    Die Hauptfrage ist, lässt sich das Ganze überhaupt sauber programmieren / umsetzen oder bin ich da total auf dem Holzweg ? Ist Spannung und Farbkanal überhaupt relativ zueinander oder vergleiche ich Äpfel mit Birnen?

    Momentan ist das nur ein Gedankenexperiment, aber zerbricht mir etwas den Kopf..

    Alternativ könnte ich mit Optokopplern arbeiten und alle Stripes miteinander in Reihe hängen, und schalten lassen sobald man die Wandsteuerung aktiviert (also bei Trigger alle Stripes untereinander verbinden und direkt über den Funkcontroller steuern lassen). Die Verbindung zu den DMX-Controllern würde in dem Moment unterbrochen und ein einzelner Stripe entstehen. Sobald man mit der App eingreift müsste der Trigger gestoppt und die Stripes auf „Ursprung“ gesetzt werden.

    Viele Grüße!
    stormfire
  • Nobbi75
    Lox Guru
    • 25.08.2015
    • 1264

    #2
    Willst du die Spannung direkt von den Stripes nehmen? Meines Wissens werden LED doch über PWM (schnelles an ausschalten) gedimmt und nicht über eine Reduzierung der Spannung.

    Kommentar

    • Jan W.
      Lox Guru
      • 30.08.2015
      • 1392

      #3
      Jetzt ist die Frage, ob man anhand der Spannungswerte die Farben der Kanäle „errechnen“ kann
      Die Farbe brauchst Du gar nicht errechnen, sondern nur die Helligkeit, da Du ja jeden Kanal (jede Farbe, RGB) einzeln auswertest.

      der die Spannungen dynamisch runterregelt (wenn 24V anliegt, dann nur 10V weitergeben, bei 12V nur 5V usw..). Gibt es so einen überhaupt?
      Ja, das ist ein Spannungsteiler. Mit dem Schlüsselwort solltest Du bei Google genügend Beispiele und Wiki-/Lern-Beiträge finden. Kürzlich gab es eine ähnliche Frage, allerdings in einem anderen Zusammenhang und mit anderen Spannungswerten, aber dort hat Labmaster die Funktion eines Spannungsteilers gut erklärt, siehe https://www.loxforum.com/forum/hardw...371#post177371

      Ein Problem ist noch, dass bei den Stripes PWM ausgegeben wird, d.h. es wird nicht die Spannung reduziert, sondern die LED Stripes blinken sehr schnell. Du brauchst also noch einen Kondensator, um den Mittelwert der Spannung zu erzeugen. So etwas nennt sich RC-Glied, Low-pass Filter oder einfach nach "PWM to analog" googlen.

      Die Hauptfrage ist, lässt sich das Ganze überhaupt sauber programmieren / umsetzen oder bin ich da total auf dem Holzweg ?
      Ja, es ist zwar etwas umständlich, aber da Du über DMX nichts einlesen kannst, bleibt nur ein Umweg z.B. über analog. Du brauchst natürlich 4 analoge Eingänge für 4 Farben (RGBW).
      Miniserver v14.5.12.7, 2x Ext., 2x Relay Ext., 2x Dimmer Ext., DMX Ext., 1-Wire Ext., Gira KNX Tastsensor 3 Komfort, Gira KNX Präsenzmelder, Fenster- und Türkontakte, Loxone Regen- und Windsensor, Gira Dual Q Rauchmelder vernetzt, 1x Relais-Modul
      Loxberry: SmartMeter, MS Backup, CamConnect, Weather4Lox
      Lüftung: Helios KWL EC 370W ET mit Modbus TCP - via Pico-C
      Heizung: Stiebel Eltron WPF 5 cool (Sole-Wasser WP) mit ISG, FB-Heizung mit 18 Kreisen, Erdsonde - via modbus/TCP
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      • Gast

        #4
        Vielen dank für die vielen Infos, da werde ich auf alle Fälle was passendes finden :-)

        Danke auch für den Hinweis bezüglich PWM, das hatte ich noch gar nicht bedacht aber macht natürlich absolut Sinn!! Bei meinen DMX4All Controllern war das ja auch schon Thema.

        Soweit ich gesehen hab, geben die meisten PWM-to-Analog-Converter bereits 0-5 bzw. 0-10V aus, dann würd ich mir den Spannungsteiler sparen können?!
        Jetzt ist noch die Frage, reichen dann 4 analoge Eingänge (für die umgewandelten PWM-Signale auf RGBW) oder brauch ich für die Spannungswerte auch nochmal separat 4 ? Die Info der Spannung brauch ich dann ja gar nicht mehr ? Ich müsste also die umgewandelten PWM-Signale in der Programmierung dann ja nur noch den Farb-Kanälen zuweisen und dem Lichtbaustein hinzufügen?

        Vielen Dank immer für eure professionelle Hilfe!!!
        stormfire

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        • Labmaster
          Lox Guru
          • 20.01.2017
          • 2585

          #5
          pro pwm kanal Kommt hinten ja ein fast equivalentes Analog Signal raus, also 4 pwm geben 4 Analogausgänge, somit brauchst 4 analog Eingänge bei Loxone.
          Zuviel würde ich mir da aber bezüglich Genauigkeit nicht erwarten, man sollte auf der Analogséite sehr auf Störungsfreiheit und masseführung achten, damit die Beleuchtung spärte auch wirklich ruhig ist, ansonstem muss man in der config anfangen rum zunmurksen.

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          • Jan W.
            Lox Guru
            • 30.08.2015
            • 1392

            #6
            reichen dann 4 analoge Eingänge (für die umgewandelten PWM-Signale auf RGBW) oder brauch ich für die Spannungswerte auch nochmal separat 4
            Das Ergebnis des PWM zu Analog Converters ist eine Spannung, die Du am analogen Eingang erhältst. Dieser Wert entspricht dem Helligkeitssignal für die jeweilige Farbe.

            Du bekommst also 4x ein Wert für die Spannung. Diese Werte müssen für die Weiterverwendung mit DMX zwischen 0..100% liegen und daher muss die analoge Spannung noch entsprechend skaliert werden (Bsp. 10V=100% am Eingang über Loxone Config). Mehr Informationen brauchst Du nicht und mehr gibt es bei RGBW auch nicht. Ist eigentlich ganz einfach.

            Bei einem RGB Eingang in Loxone Config musst Du die drei %-Werte für RGB kombinieren (anhand der Formel multiplizieren). Das ist ganz gut in der Loxone Doku erläutert: https://www.loxone.com/dede/kb/rgb_lichtszene/
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            • Gast

              #7
              Genau so hab ich mir das vorgestellt, perfekt, vielen Dank !!! Werde mir so Teile holen und berichten wie es geklappt hat. Ich kann mir zwar vorstellen, dass es kleinere Verzögerungen bei der Signalübermittlung gibt, für meine Zwecke sollte das aber keinerlei Rolle spielen oder bemerkbar sein. Bezüglich Masseführung werde ich drauf achten, dass es keine Störungen gibt. Bei meinen ersten Tests in der Vergangenheit mit 2 Netzteilen hat es ohne gemeinsame Masse zu genau dem Effekt geführt, dass ein Teil der Stripes gezuckt haben...

              Schöne Grüße!

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              • Gast

                #8
                Hallo zusammen und noch ein gutes neues, smartes Jahr ;-)

                Bezüglich meines Projektes gibt es ein weiteres Update: Ich habe mir 4 PWM-Analog-Signalwandler von IFM besorgt: https://www.ifm.com/de/de/product/CR3004

                Aus den Specs ging leider nicht hervor, dass die Wandler vermutlich positive PWM-Signale erwarten, der RGBW-Controller gibt jedoch (wie die meisten) negative Spannung aus. Ich erhalte am analogen Eingang der Extension keinerlei Spannung. Habe dann testweise einen 4.7K Pullup zwischen PWM-In und 24V des Signalwandlers geklemmt und siehe da es kommt was an. Jedoch weiß ich nicht ob das so richtig ist denn wenn ich z.B. einen Live-View starte und an der Wandsteuerung drehe erst eine Minute später andere Spannungswerte am Eingang erhalte, oder aktualisiert der Live-View so langsam? Sind dem Pullup evtl. die schnellen Schaltzustände zu viel ?

                Sollte ich eurer Meinung nach andere Wandler holen oder gibt es eine alternative Möglichkeit aus den negativen PWM-Signalen positive zu generieren ? Ich bin halt leider an den Funk-Controller gebunden.. Oder brauche ich statt dem Pull-Up andere Widerstände um an verwertbare Signale zu kommen? Den richtigen Wert müsste ich dann eh in der Programmierung noch errechnen (wenn 10V Anliegen ist der Kanal nicht aktiv da der Pullup die Spannung hochzieht). Ich finde auch nirgends im Netz welche die auf negative Eingangspulse reagieren...

                Vielen Dank nochmal für eure Tips !!
                stormfire

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                • svethi
                  Lebende Foren Legende
                  • 25.08.2015
                  • 6318

                  #9
                  Die Anaogen Eingänge geben ein Mittel aus. Wenn Du die direkten Werte haben willst musst Du Dir mal die Einstellungen der Eingänge ansehen. Ich weiß jetzt nicht wie es heißt.
                  Miniserver; KNX; Vitogate; EnOcean (EnOceanPi); Loxone Air; Caldav-Kalenderanbindung; RaspberryPi und für keine Frickellösung zu schade :-)

                  Kommentar

                  • Jan W.
                    Lox Guru
                    • 30.08.2015
                    • 1392

                    #10
                    Die LED Streifen werden üblicherweise über MOSFETs angesteuert, die gegen Masse (-) schalten. Ich bin jetzt kein Elektroniker/Physiker, aber das scheint die übliche Schaltung zu sein, um mit einen variablen Spannungsbereich, z.B. 12-24V arbeiten zu können. Angesteuert werden die MOSFETs üblicherweise über einen Microcontroller, der mit 3,3 oder 5V arbeitet.

                    Wenn die LEDs aus sind, dann leitet der MOSFET nicht und an den "RGB"-Pins des LED-Streifens bzw. des RGB Controllers sollten die +24V anliegen. Sind die LEDs an, dann schaltet der MOSFET durch und die Spannung sollte 0V (Masse, "-") sein. Ich hätte jetzt erwartet, dass der "PWM to Analog" Wander damit arbeiten kann, nur das die Logik vertauscht ist, d.h. 10V ausgegeben werden, wenn die LEDs aus sind und 0V, wenn sie an sind. Sind die LEDs zu 50% an, dann sollten 5V herauskommen. Die Logik könnte man evtl. mit einem NPN-Transistor umkehren, aber für eine passende Schaltung habe ich zu wenig Erfahrung.
                    Zuletzt geändert von Jan W.; 04.01.2019, 11:27.
                    Miniserver v14.5.12.7, 2x Ext., 2x Relay Ext., 2x Dimmer Ext., DMX Ext., 1-Wire Ext., Gira KNX Tastsensor 3 Komfort, Gira KNX Präsenzmelder, Fenster- und Türkontakte, Loxone Regen- und Windsensor, Gira Dual Q Rauchmelder vernetzt, 1x Relais-Modul
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                    Kommentar


                    • svethi
                      svethi kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      kommt halt drauf an wie er angeschlossen ist :-)
                  • Gast

                    #11
                    Danke euch für die Infos !

                    Hm interessant, ja richtig die Stripes werden überlicherweise über die MOSFETs des Controllers angeschlossen. Dass diese im "ausgeschalteten" Zustand Spannung haben hatte ich bisher nicht festgestellt. Mit dem Multimeter konnte ich direkt an den Schraubklemmen immer nur dann eine Spannung messen sobald der jeweilige Kanal an war, vielleicht eine Eigenschaft des Controllers ?! Dann würde ich den Pullup-Widerstand nicht brauchen, das muss ich nochmal testen.. Auch das mit den Einstellungen der analogen Eingänge, wenn der nur einen "Mittelwert" bringt würde mir einleuchten warum die Aktualisierung immer so spät kommt...

                    Angeschlossen ist der PWM-Konverter wie im Anhang (Hoffe man erkennt das). Würdet ihr ihn anders anschließen bzw. hab ich da einen Fehler ?

                    VG!



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                    • Jan W.
                      Lox Guru
                      • 30.08.2015
                      • 1392

                      #12
                      Dass diese im "ausgeschalteten" Zustand Spannung haben hatte ich bisher nicht festgestellt
                      Der MOSFET ist im ausgeschalteten Zustand offen. Damit hat der LED Streifen dann die auf der anderen Seite angelegte Spannung von +24V. Nur dass diese nirgendwo hinfließen kann.

                      Mit dem Multimeter konnte ich direkt an den Schraubklemmen immer nur dann eine Spannung messen sobald der jeweilige Kanal an war
                      Spannungen misst man parallel zur Last, .d.h. ich vermute, dass Du einen Messpunkt auf +24V und einen auf dem RGB Pin angeschlossen hattest. Dann kommt genau das heraus. Miss doch mal die Spannung zwischen Masse (-) und dem PIN. (mit angeschlossenem LED Streifen)

                      Dann würde ich den Pullup-Widerstand nicht brauchen
                      Der ist nur notwendig, wenn ein offener Eingang ein Zustand haben soll. Pullup für 1 und Pulldown für 0. Wenn Du z.B. am RGB Controller/Dimmer keinen LED Streifen anschließt, sondern nur das PWM Signal messen möchtest. Wenn der MOSFET offen ist (die LEDs dann ausgeschaltet wären), dann sorgt der Pullup-Widerstand dafür, den Pegel auf 24V zu setzen und begrenzt auch den maximalen Strom.

                      Würdet ihr ihn anders anschließen bzw. hab ich da einen Fehler
                      Nein, das sieht für mich richtig aus.
                      Zuletzt geändert von Jan W.; 04.01.2019, 11:49.
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