Wie schließe ich einen 1PH 230V Motor richtig an einen Frequenzumrichter an?

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • DasBesteOderNichts
    Extension Master
    • 11.10.2017
    • 188

    #1

    Wie schließe ich einen 1PH 230V Motor richtig an einen Frequenzumrichter an?

    Hallo Leute,

    ich möchte gerne eine einphasigen 230V Elektromotor (Pool/ Teichpumpe) an einen Frequenzumrichter anschließen.

    Allerdings habe ich ein paar Probleme mit der Anschluss-Klemmen Belegung.


    Auf meinem 1PH Frequenzumrichter gibt es die Ausgänge (zum Motor)
    U (T1)
    V (T2)
    W (T3)


    An meinem Elektromotor kann ich aber offensichtlich nur 2 Adern verbinden ( L & N ) - siehe angehängtes Bild
    Die Schrauben in der Lüsterklemme wurden zum Teil vom Hersteller in weiß zugeklebt.

    Jetzt weiß ich nicht so genau wo ich N und L anschließen soll?!

    Ich habe mir dazu schon einige Videos vom Hersteller des Frequenzumrichters angesehen, aber dort werden 230V Motoren auch mit 3 Adern verbunden.


    Video 1: https://youtu.be/C04wfUJEKPQ
    Video 2: https://youtu.be/gXcrlbmkSf4




  • Severin
    Smart Home'r
    • 08.05.2019
    • 30

    #2
    Hallo

    Dein Kondensatormotor lässt sich grundsätzlich nicht an diesem FU betreiben. Der FU benötigt einen Drehstrommotor mit entsprechend drei Phasen.

    Kommentar


    • gasguzzler1
      gasguzzler1 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Wenn es der gleiche FU ist dann schau doch wir der Motor angeschlossen und parametriert ist

    • DasBesteOderNichts
      DasBesteOderNichts kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ne ist leider nicht der gleiche FU
      Der eine 2 adrig angeschlossene ist speziell mit einem 1PH Ausgang ausgestattet.
      Der andere hat einen 3 Phasen Ausgang.

    • gasguzzler1
      gasguzzler1 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Dann würd ich wie Christian Fenzl sagt mit dem Hersteller sprechen,aber auch meiner Meinung nach ist der nur für Dreiphasenmotren geeignet
  • Christian Fenzl
    Lebende Foren Legende
    • 31.08.2015
    • 11237

    #3
    In der Anleitung ist nur von Drehstrom-Motoren die Rede, jedoch gibt es eine Einstellung der Motorspannung 230V.
    Ich würde beim Hersteller Rückfrage halten. Die Typenbezeichnung würde ich dafür bereitlegen - es gibt da ja anscheinend ca. 20 Modelle des Typs 9100.
    Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

    Kommentar

    • Dumbli
      Extension Master
      • 10.07.2018
      • 107

      #4
      Normalerweise sind alle Elektromotoren Drehstrommotoren. Um sie an 230V zu betreiben wird eine sogenannte Steinmetzschaltung verwendet. Hierfür wird eben ein Motorkondensator eingesetzt, um eine Phasenverschiebung zu erzeugen. Sonst würde der Motor nicht drehen. Wenn man die Schaltung auflöst, muss man eigentlich nur herausfinden, welche Kabel in deinem Motor die Spulenanschlüsse sind und welcher der richtige Nulleiter. Der Nulleiter würde (nicht unbedingt) für eine Sternschaltung benötigt werden. Leider hat dein Motor keinen echten Klemmblock eingebaut, woraus man erkennen könnte, ob Stern- oder Dreieckschaltung verwendung findet. Ein richtiger Motorklemmblock würde so aussehen:
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC00278.jpg Ansichten: 0 Größe: 751,5 KB ID: 251297
      Hier hat man eben einen Anschluss für jeweils beide Spulenenden. In diesem Bild erkennt man sofort die Sternschaltung.
      Was das bei dir jetzt kompliziert macht, ist die Frage, welche Schaltung im Hintergrund aufgebaut wurde, ich vermute mal Dreieck, kann mich aber auch täuschen. Ebenso lässt sich nur vermuten, welche Kabel jeweils das eine herausgeführte Spulenende ist. Ich tippe auf schwarz, rot und weiß (beide) für die Spulenenden und blau für den Neutralleiter, der aber dann normalerweise nicht verwendet würde und dann auch keinen Sinn macht. Was wiederum darauf hindeuten könnte, dass doch eine Sternschaltung da wäre. Du siehst, es ist nicht einfach. Wären beide Spulenenden da, könnte man zwei in Reihe schalten und die einzelnen Spulen rausmessen. So ist es etwas verzwickt.
      Zuletzt geändert von Dumbli; 27.05.2020, 08:20.

      Kommentar


      • Dumbli
        Dumbli kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        @romildo: Uups, wie konnte ich das verwechseln. Du hast natürlich Recht, 90°. Keine Ahnung, warum sich die 120° so in mein Hirn gebrannt hatten. :-D

        @DasBesteOderNichts: Bitte nicht falsch verstehen, aber ich glaube, echt nicht böse gemeint, du hast leider keine Ahnung von Elektrik hast, wenn du nicht weißt, wie man einen Widerstand mit dem Multimeter misst. Der Strom, der aus der Steckdose kommt, ist ungemein gefährlich. Da sollte man wissen was man macht. Ich dachte, dass weißt du, da du ja ein Bild vom offenen Motor mit Klemmblock gepostet hast. Jetzt bin ich mir da gar nicht sicher. Der Kondensator kann auch bei stromlosen Motor noch geladen sein und dich ernsthaft verletzen. Ob du dir das zutraust, kann ich nicht abschätzen. Vielleicht hast du ja einen Bekannten, der davon Ahnung hat.
        Du solltest dir dann vielleicht bei Youtube mal das ein oder andere Video anschauen, wie man mit einem Multimeter umgeht (Spannungsmessung, Stormmessung, Widerstandsmessung).
        Also erstmal ganz dringende Sicherheitshinweise:
        - Das wichtigste vorerst ist den Motor komplett vom Stromnetz zu nehmen, nicht bloß ausschalten oder so, komplett abtrennen.
        - Der Kondensator kann noch geladen sein. Nichts am Klemmblock oder am Kondensator mit bloßen Händen oder auch anderen stromleitenden Teilen berühren (z.B. nicht isolierter Schraubendreher).
        - Eine Spannungsmessung am Kondensator durchführen, um zu prüfen, ob er noch geladen ist. Eventuell kommt man an die Kontakte ohne die Stecker runter zu ziehen. Finger weg von dem Ganzen, wenn der Kondensator noch geladen ist. Da müsstest du erst den Kondensator entladen. Wie man das macht, wird zwar auch im Internet beschrieben, aber wenn du dich nicht auskennst, lass das lieber einen Profi machen.
        Sollte alles stromlos sein und der Kondensator keine Ladung aufweisen, ist der Rest der Messung harmlos. Zuerst den Kondensator abstecken, und dann so mit den Messungen vorgehen, wie ich beschrieben habe, also erstmal die beiden weissen Kabel prüfen, ob die keinen Widerstand aufweisen, also am selben Spulenende einer Spule hängen.
        Bei der Widerstandsmessung solltest du der Spule ein wenig Zeit geben. Nicht die Kontakte nur eine Sekunde ran halten, sondern warten, bis die Werte sich eingependelt haben. Spulen sind "Zicken" bei der Widerstandsmessung, weil sie ein Magnetfeld induzieren, das vereinfacht gesagt der angelegten Spannung entgegenwirkt. Du musst also ein bisschen warten, bis sich der Wert einpendelt. Solltest du ein Multimeter haben, das mehrere Widerstandsbereiche hat, dann mit dem größten beginnen und falls der Wert zu ungenau ist, schrittweise runterschalten. Was du nacheinander messen solltest hab ich ja bereits ausführlich beschrieben.
        Aber nochmal der Rat. Wenn du dich nicht auskennst, lass lieber die Finger davon. Wir sind hier nicht im ungefährlichem Schutzspannungsbereich, sondern im lebensgefährlichen Bereich.
        Zuletzt geändert von Dumbli; 28.05.2020, 11:18.

      • DasBesteOderNichts
        DasBesteOderNichts kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ja =) so ist es ja nicht. Ich kann auch mit einem Multimeter umgehen.

        Kenne mich schon aus und insbesondere was Sicherheit angeht.
        Keine Sorge der Motor war noch nie angeschlossen und steht bei mir schon 2-3 Jahre.

        Ich habe nur so meine Probleme was Widerstände messen angeht.
        Ich wollte eigentlich nur das wissen mit den "Widerstandsbereichen" weil ich noch nie einen Motor vermessen habe.
        Sonst kaufe ich immer hochwertige Grundfos Pumpen, da gibt es die Problematik mit den Anschlüssen so nicht da alles perfekt dokumentiert ist.
        Diese Astral Pumpe ist aber besonders beständig gegen Salzwasser, deshalb diesmal so ein "billiger" Motor.

      • DasBesteOderNichts
        DasBesteOderNichts kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Habe alles gemessen, (habe ich weiter unten als Tabelle gepostet).
        Aber so richtig schlau werde ich aus den Werten nicht.

        Was sagst du dazu?
    • Dumbli
      Extension Master
      • 10.07.2018
      • 107

      #5
      Nachdem ich jetzt nochmal drüber nachgedacht habe, lässt sich vielleicht doch herausfinden, wie die entsprechenden Kabel zugeordnet sind. Zweifelsfrei, ob Stern- oder Dreieckschaltung verwendet wurde, geht aber nur bedingt, da die Sternschaltung mit oder ohne Nulleiter im Sternpunkt geschalten werden kann.
      Zuerst solltest du den Motorkondensator abklemmen und mit einem Multimeter messen, ob deine beiden weissen Kabel auch wirklich an ein und dem selben Spulenende angeschlossen sind (was ich vermute). Falls dem so ist dürfte hier eigentliche kein Widerstand messbar sein (oder nur sehr sehr gering).
      Danach misst du, jede Kombination von Kabeln durch (Blau mit Rot, Blau mit weiß, Blau mit Schwarz, Rot mit Weiß, Rot mit Schwarz, Weiß mit Schwarz) und notierst dir die Widerstände.
      Jetzt wird es kompliziert.
      1. Fall: Sollte sich herausstellen, dass ein Kabel mit keinem der anderen je eine Verbindung hat, also einen unendlichen Widerstand, dann wäre das der Neutralleiter, der nicht in die Schaltung integriert wurde. Die restlichen drei Kabel wären also die Spulenanschlüsse. Es handelt sich also entweder um eine Dreiecksschaltung oder Sternschaltung ohne Neutralleiter. Das noch genauer zu definieren ist jetzt leider nicht möglich, da die restlichen Kombinationen immer den gleich Widerstandswert ergeben haben sollten, egal welche Schaltung. Diese beiden Bilder hier verdeutlichen, warum das so ist.
      Sternschaltung ohne Neutralleiter:
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: drehstrom-3-data.jpg
Ansichten: 11858
Größe: 21,6 KB
ID: 251307
      Dreieckschaltung:
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: drehstrom-4-data.jpg
Ansichten: 10741
Größe: 26,2 KB
ID: 251308
      2. Fall: Es lässt sich in jeder Kombination ein Widerstand messen, die aber unterschiedlich ausfallen. Damit wäre geklärt, dass es eine Sternschaltung mit Neutralleiter ist. Der Neutralleiter hat in Verbindung mit den anderen Anschlüssen dann immer ungefähr die Hälfte des Widerstands, als die anderen untereinander. Hier ebenfalls ein Bild.
      Sternschaltung mit Neutralleiter:
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: drehstrom-2-data.jpg
Ansichten: 15974
Größe: 40,8 KB
ID: 251309
      In jedem Fall solltest du abklären, ob dein FU mit Stern- und/oder Dreieckschaltung umgehen kann, was ich vermute.

      Kommentar

      • Severin
        Smart Home'r
        • 08.05.2019
        • 30

        #6
        Dumbli könnte recht haben, dass es sich hier um eine Steinmetzschaltung handelt. Die Anschlüsse deuten auf eine Sternschaltung hin. Aber ja, miss mal den Widerstand zwischen allen herausgeführten Adern.

        Ich tippe auf folgenden Aufbau:

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: scan.jpg
Ansichten: 11499
Größe: 40,1 KB
ID: 251311

        Kommentar


        • Dumbli
          Dumbli kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Wäre auch meine Vermutung, aber vor dem Messen, wie bereits geschrieben, den Kondensator abstecken und kontrollieren, ob die beiden weissen keinen Widerstand haben.
          Zuletzt geändert von Dumbli; 27.05.2020, 09:46.
      • Dumbli
        Extension Master
        • 10.07.2018
        • 107

        #7
        Ja, langsam zeichnet sich ein Schema ab: Ich hab nochmal ein bisschen nachgedacht.
        Mein oben geschilderter Fall 2 ist ja eindeutig.
        Nach ein bisschen Rechnerei (Parallel- bzw. Reihenschaltung von Widerständen) könnte man auch die beiden anderen Möglichkeiten aus Fall 1 differenzieren. Dazu muss man einmal den Widerstand zwischen zwei der Adern messen und ein weiteres mal den Widerstand messen, indem man zwei Adern zusammenfügt und dann den Widerstand zwischen diesen Beiden mit der 3. Ader misst.
        Ist der zweite Widerstand in etwa halb so groß wie der erste Widerstand, dann müsste es die Dreiecksschaltung sein. Ist der zweite Widerstand etwa dreiviertel so groß wie der erste, dann sollte es die Sternschaltung sein.
        Das müsste klappen, aber Spulen sind allerdings die "Zicken" unter den Widerständen.

        Kommentar

        • DasBesteOderNichts
          Extension Master
          • 11.10.2017
          • 188

          #8
          Zitat von Christian Fenzl
          In der Anleitung ist nur von Drehstrom-Motoren die Rede, jedoch gibt es eine Einstellung der Motorspannung 230V.
          Ich würde beim Hersteller Rückfrage halten. Die Typenbezeichnung würde ich dafür bereitlegen - es gibt da ja anscheinend ca. 20 Modelle des Typs 9100.
          Vielleicht hast du Recht. Habe gerade gesehen dass der FU zwar einen 1PH 230V Eingang hat aber einen 3PH Ausgang.



          Kommentar

          • DasBesteOderNichts
            Extension Master
            • 11.10.2017
            • 188

            #9
            Ich habe den falschen Frequenzumrichter zur falschen Pumpe gekauft.
            Ist aber nicht schlimm, ich habe mir jetzt einfach die 400V Version von der gleichen Pumpe bestellt und einen entsprechenden 3PH 400V FU.
            Die 230V Pumpe kann ich woanders nutzen, und den 230V 3PH FU auch in Kombination mit einer anderen Pumpe..

            Kommentar

            • gasguzzler1
              Smart Home'r
              • 01.07.2017
              • 97

              #10
              Dein Motor müsste aber auch mit Phasenanschnitt/Motorregler laufen.
              Zuletzt geändert von gasguzzler1; 27.05.2020, 17:38.

              Kommentar

              • DasBesteOderNichts
                Extension Master
                • 11.10.2017
                • 188

                #11
                So ich habe jetzt mal den Motor nach euren Vorgaben vermessen (Widerstand Ohm)
                Siehe Tabelle

                Und beim Messen ist mir aufgefallen, dass unter der Motor-Lüfterabdeckung noch ein weiteres Typenschild angebracht ist.

                Kommentar

                • Dumbli
                  Extension Master
                  • 10.07.2018
                  • 107

                  #12
                  Das Typenschild und auch die Messwerte deuten doch auf einen Wechselstrom-Motor hin. Die Messwerte sind so stark unterschiedlich, dass mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kein Drehstrom-Motor zum Einsatz kam, schade. Du hast vor dem Messen aber schon den Kondensator abgesteckt, oder?

                  Kommentar


                  • DasBesteOderNichts
                    DasBesteOderNichts kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Ja den Kondensator habe ich vor der ersten Messung abgesteckt.

                  • DasBesteOderNichts
                    DasBesteOderNichts kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Na dann ... braucht jemand eine 230V Poolpumpe? =)
                Lädt...