Brand durch DMX Extension

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  • Gast

    #1

    Brand durch DMX Extension

    Hallo,

    wir haben zwei DMX Extensions im Wohnzimmer mit LED Stripes verbaut.
    Heute waren wir beim Nachbarn und bin kurz zurück um eine Sonnenbrille zu holen. Dabei ist mir ein Geruch von verbranntem Kunststoff aufgefallen. Nach ein paar Minuten des Suchens ist mir dann ein Knistergeräusch und dann auch kleine Flammenbildung in der angehängten Decke aufgefallen. Ich habe dann sofort den Strom abgeschaltet. Ich habe dann die Extensions rausgezogen und das Feuer ist dann selbst gleich ausgegangen.

    wie kann soetwas sein? Ist das schon jemandem passiert? Die Installation wurde durch den Elektriker vor 5 Jahren gemacht.

    ich will gar nicht daran denken was passiert wäre, wenn ich nicht zufällig zuhause gewesen wäre!
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  • Labmaster
    Lox Guru
    • 20.01.2017
    • 2585

    #2
    ...Ist das schon jemandem passiert...
    Mir ist nichts bekannt,
    Da ist aber auf jeden Fall zuviel Strom geflossen bzw. zumindest hat eine Überlast für gewisse Zeit bestanden.

    Aber hier handelt es sich auch nicht um eine Loxone DMX Extension (die gibt es eher in der Nähe vom Miniserver) sondern um einen Loxone "RGBW 24V Dimmer DMX"

    Für eine Klärung der Ursache müsste man das Gerät sowie alles was daran angeschlossen ist sehr genau prüfen.
    Man müsste Detailbilder von der Platine haben (beide Seite) ebenso genau Bilder wie, welches Kabel genau aussieht, also wie wirklich richtig Strom geflossen ist.
    Auch muss man sich die genau weitere Verkabelung bis zum Netzteil und der DMX Extension und den Miniserver genauer anschauen.
    Interessant ist, dass wohl keine Sicherheitseinrichtung ausgelöst hat.

    Funktionieren denn andere Geräte am DMX Bus noch ?

    Meine erste Vermutung wäre eine Masseverschiebung von DMX GND und dem Beleuchtungsnetzteil GND.
    Das könnte z.B, passieren wenn das Netzteil an welchem die DMX Extension (wohl auch der Miniserver) hängt und das Netzteil welches den DMX Dimmer Betreibt keine gute Masseverbindung gehabt hätten, diese z.B. nur über die Zuleitungen zu diesem Dimmer bestanden hätten und beide Netzteile auf unterschiedlichen Phasen liegen.
    Bei einer Verschiebung wäre dann der volle Strom über die beiden GND am Dimmer gelaufen.

    Wurde denn in der Anlage erst kürzlich etwas geändert, z.B. Einbau eines PV Anlage, Speicherbatterie oder ein anderes 3phasiges Gerät ?

    Zuletzt geändert von Labmaster; 09.05.2022, 18:24.

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    • hismastersvoice
      Supermoderator
      • 25.08.2015
      • 7318

      #3
      Interessant ist, dass wohl keine Sicherheitseinrichtung ausgelöst hat.
      Die Frage ist ob überhaupt eine Sicherung für jeden Abgang verbaut ist.
      Kein Support per PN!

      Kommentar

      • Gerrit
        MS Profi
        • 26.08.2015
        • 940

        #4
        Kann das nicht auch durch einen Kurzschluss beim Stripe passieren? Oder wäre das sehr unüblich? Jetzt überleg ich doch mal sekundär abzusichern, macht ja längst nicht jeder

        Kommentar

        • Labmaster
          Lox Guru
          • 20.01.2017
          • 2585

          #5
          Zitat von Gerrit
          Kann das nicht auch durch einen Kurzschluss beim Stripe passieren? ...
          Der Stripe Stecker (die ganze Stripe Seite des Gerät) sieht aber (zumindest was man auf den Fotos sehen kann ) recht gut aus, wogegen der DMX Stecker und der Powerstecker wohl stark gelitten haben.
          Aber so lange man da nicht mehr Infos dazu hat, kann man halt nur vermuten.
          Zuletzt geändert von Labmaster; 09.05.2022, 18:24.

          Kommentar


          • Gerrit
            Gerrit kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            danke hat ich nicht genau geschaut auf den Bildern. Kurzschluss beim Stripe wäre wahrscheinlich auch nur relevant gewesen, wenn dieser an gewesen wäre, was wohl insbesondere bei Abwesenheit unwahrscheinlich war
        • hismastersvoice
          Supermoderator
          • 25.08.2015
          • 7318

          #6
          Zitat von Gerrit
          Kann das nicht auch durch einen Kurzschluss beim Stripe passieren? Oder wäre das sehr unüblich? Jetzt überleg ich doch mal sekundär abzusichern, macht ja längst nicht jeder
          Ich hatte das am Anfang beim Hausbau auch irgendwie nicht auf dem Schirm und habe das ganz schnell nachgeholt.
          Man darf wie man das hier sieht echt nicht unterschätzen.
          Kein Support per PN!

          Kommentar

          • Miep Miep
            MS Profi
            • 18.01.2017
            • 520

            #7
            Schade das hier nicht mal ein paar erhellende technische Daten genannt wurden. LED Stripes ist soo beliebig nichtssagend.
            Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

            Kommentar

            • Christian Fenzl
              Lebende Foren Legende
              • 31.08.2015
              • 11237

              #8
              Wenn da eine schlechte Lötstelle am Stecker war, bekommst du da riesige Hitze, ohne dass jemals eine Sicherung ausfällt.

              Ich hatte sowas am Dachständer-Vorsicherungskasten - der Schraubsichetungshalter war so verrostet, dass das Kontaktteil der Sicherung nicht mehr genug Druck am Sicherungshalter hatte. Irgendwann fiel das Backrohr aus, aber andere Sachen gingen. Kein Automat gefallen, kein FI. Loxone funktionierte normal. Als mir schoss, dass eine ganze Phase weg ist, bin ich zu dem Schrank am Dachboden.
              Über die Jahre hat das Kontaktteil des Sicherungshslters vor sich hin geglüht, bis der letzte Kontakt verdampft war. Die Sicherung selbst war intakt, aber der ganze Sicherungshalter schwarz und zerbröselt. Zum Glück gute alte Keramik 😜

              Sprich: Eine zusätzliche Feinsicherung hilft garnichts bei einer mieselsüchtigen Kontaktstelle.

              Mein Tipp als Fehlerursache ist jedenfalls: Gebrochene oder schlechte Lötstelle.
              Zuletzt geändert von Christian Fenzl; 09.05.2022, 08:58.
              Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

              Kommentar


              • Klartext
                Klartext kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                War das bei dir DC Seitig, zuminderst ist das Problem mit den wegschmorenden Sicherrungshaltern auf der 24v Seite bekannt und lösbar
                https://knx-user-forum.de/forum/%C3%...ausgel%C3%B6st

                Das eine Absicherung nix bringt würde ich so nicht unterstreichen, sonst meint noch einer er muss sein 20A Netzteil nicht absichern
                Zuletzt geändert von Klartext; 10.05.2022, 01:38.

              • Christian Fenzl
                Christian Fenzl kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Das war die Haus-Hauptzuleitung.
                Eine Schmelzsicherung hilft nichts, wenn es eine schlechte Kontaktfläche gibt, die heiß wird.
                Wenn aber hier im konkreten Fall die DMX-Seite abgefackelt ist, ist das aber eher ein anderes Problem.
                Zuletzt geändert von Christian Fenzl; 10.05.2022, 08:34.
            • Buellpower
              LoxBus Spammer
              • 05.10.2015
              • 223

              #9
              Da bei uns die Sekundärseite der Netzteile auch nicht abgesichert sind, mal ne doofe Frage: Mit was für einer Sicherung macht ihr das? Aus dem Bauch raus würde ich einfach so ne Flachsicherung (mit entsprechender Stärke) wie sie im Kfz Bereich Anwendung finden nehmen.
              http://www.projekt-stadthaus.blogspot.de/

              Kommentar

            • Thomas Kührer
              LoxBus Spammer
              • 25.08.2015
              • 394

              #10
              Hallo,
              rein optisch betrachtet könnte man meinen das die DMX-Klemme "gebrannt" hat.
              Da sollte ja kein Strom(Leistung) fließen.

              Kommentar


              • Labmaster
                Labmaster kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Schon mal meine Beiträge oben im Thread gelesen ? ;-)
            • Klartext
              LoxBus Spammer
              • 25.08.2015
              • 426

              #11
              Das wäre echt interressant zu wissen welches Netzteil und evtl. welche Absicherung verwendet wurde
              Zuletzt geändert von Klartext; 10.05.2022, 11:41.

              Kommentar


              • Klartext
                Klartext kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ich würde sagen kommt drauf an welche Ursache jezt wirklich schuld war

                Es gibt ja auch welche die sehr große Nezteile einbauen ohne zusätzlicher Absicherung, dann kann es natürlich schon einen Unerschied machen da selbst bei einen direkten Kurzschluss das Nezteil nicht nach gibt

                Ich hatte es erst vor kurzen das bei bewegung des Betts mir die Absicherung des Stripes darunter durchgebrannt ist, ursache war eine schlechte Lötstelle am Stripe bei den ein dünner Draht zur Nachtbarstelle geschaut hat, ohne Absicherung hätte ich warscheinlich kein Problem gehabt da es den einfach weggebrannt hätte

              • Christian Fenzl
                Christian Fenzl kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Das war halt auch ein Kurzschluss.
                Könnte sein, dass die einzelne Litze einfach verdampft wäre, aber einen Kurzschluss erkennt jedes halbwegs vernünftige Netzteil innerhalb von ein paar Millisekunden.
                Wäre aber die Lötstelle so aufgegangen, dass nur noch die einzelne Litze korrekten Kontakt gehabt hätte, wäre es dort so heiß geworden, dass das Plastik des Bands zu schmoren hätte begonnen, ohne dass es Sicherung und Netzteil gejuckt hätte.
                Zuletzt geändert von Christian Fenzl; 10.05.2022, 22:44.

              • Klartext
                Klartext kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Schau dir mal das an das wäre ein harter Kurzschluss an einen 25A Netzteil, kannst sagen wast willst aber mir ist wohler wenn Bedarfsgerecht abgesichert ist wenns das Restrisiko ein wenig verringert ist es mir das schon wert

                Moin, Moin, ich hab in meiner LED Verteilung die HESILED verbaut. Mit den Sicherungen aus diesem Thread https://knx-user-forum.de/forum/%C3%B6ffentlicher-bereich/geb%C3%A4udetechnik-ohne-knx-eib/834363-sicherungscharakteristik-bei-led-spots Ich habe für meine Kreise für die eldoled 180 1,6er und für
            • Sammy
              LoxBus Spammer
              • 23.08.2018
              • 413

              #12
              Eine zusätzliche Absicherungsmaßnahme fällt mir noch ein -> möglichst keine Brandlast in der Nähe des Schalt-/Dimmaktors. Klar ist das schwierig durchzuhalten, aber in eine Holzdecke oder auf dem Heuboden würde ich so eine Steuerung nur in einer separaten, feuerfesten und entsprechend größeren Box (damit die Wärme sich nicht staut) unterbringen.

              Fermacell und Gipskarton würde ich auch als feuerfest betrachten. Eine Unterputz-Installation in Beton/Ziegelwand/Gasbeton empfinde ich als sicher. Hinter Holzpanelen möchte ich keine Trafos oder Aktoren installieren.

              Nur meine persönliche Einschätzung, bin weder vom Brand- oder Elektriker-Fach.

              Schöne Grüße

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              • Dostal
                LoxBus Spammer
                • 22.02.2016
                • 318

                #13
                Ich denke da eher an schlechtem Kontakt am Stecker!
                Das unterschätzen viele, auch Fachleute (leider).

                Der viel zitierte Wackelkontakt ist der Tod für alle Klemmen (Egal ob 24V oder 400V)
                Denn wenn mann das "prasseln" sieht, handelt es sich in der Fachsprache um einen Lichtbogen.
                Ein Lichtbogen (egal mit welcher Spannung!) kann eine Hitze von bis zu 3000°C erzeugen!

                Da nun die Kontaktstifte aus Metall sind, kann sich die erzeugte Wärme ungehindert an alle benachbarten
                Bauteile (Lötstifte auf Platine, etc) verbreiten. Was natürlich das Lötzinn auf einer Platine zum schmelzen bringen kann.
                Und so geht das Szenario immer weiter bis es brennt.

                Diese Gefahr - wie schon erwähnt - wird von vielen total unterschätz. Da helfen auch keine Glasrohr- oder sonstige Sicherungen...

                Das einzige das wirklich Hilft:
                Zugprobe nach jedem Anschluss an jeder Klemmstelle
                Einbau aller Verbindungstellen in ein Selbstverlöschendes Gehäuse (ist Vorgeschrieben!)
                in Zwischendecken/Hohlräumen müssen diese Dosen auch Staubdicht sein = Gefahr von Staubexplosion (ist Vorgeschrieben!)
                Das Hohlwandmaterial kann man unschwer an seiner Färbun erkennen = Orange (normalerweise eine Hitzebeständigkeit von ca. 850°C)

                Zusatzschutz:
                Im Elektroverteiler einen Brandschutzschalter installieren! (AFDD)
                Der erkennt Lichtbögen (symtomatische Spannungsschwankungen im Netz) und schaltet die dahinterliegenden Stromkreise ab.
                Durch das Abschalten kommt der Schutz der selbstverlöschenden Isolierung zum Tragen (umhüllen der Fehlerquelle, Sauerstoffentzug...)

                Mehr findet Ihr in allen technischen Vorschriften oder Anleitungen. (das war nur die "Einstiegsdroge" zum Schutz)

                PS: Hohlwände und Netzteil: Ihr müsst ein "Möbeleinbau-Netzteil verwenden, da dies einen zusätzlichen Temperaturschutz
                im Netzteil verbaut hat und zuverlässig abschaltet...

                L.G. Harry

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                • Thomas M.
                  Lebende Foren Legende
                  • 25.08.2015
                  • 3263

                  #14
                  Man könnte nun glauben, der AFDD hätte das "prasseln" erkannt und abgeschaltet. Ich möchte das mal relativieren.
                  Als Zusatzschutz ist er zwar nett, aber zaubern kann er auch nicht

                  Auszug aus der Beschreibung eines AFDD von Hager "Erkennt charak­te­ris­ti­sche Strom- und Span­nungs­ver­läufe ab 2,5 A ..." (auf der 230/400V Seite) und nicht irgendwo auf der 5V/24V Seite eines Netzteils. Ein AFDD hätte den Vorfall sicherlich nicht verhindert.

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