Ersatz von 230V (NC) Stellantriebe durch 24V (NO) sinnvoll?

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  • SammyWhite
    Extension Master
    • 27.11.2022
    • 120

    #1

    Ersatz von 230V (NC) Stellantriebe durch 24V (NO) sinnvoll?

    Hallo zusammen,

    bei uns sind 22 Heizkreise geplant. Unser GU bietet keine Befreiung von der ERR an, so dass wir auch 22 Stellantriebe benötigen.
    Die Stellantriebe müssen vom GU kommen und dort haben wir nur die Wahl zwischen den Loxone Stellantrieben und 230V Stellantrieben NC (manuelles Öffnen über Hebel am Antrieb möglich).
    Also leider alles andere als optimal.
    Wir haben uns für die 230V - Variante entschieden.
    Benötigt jeder Stellantrieb einen eigenen Ausgang an der Relais-Extension? Oder würde man die Stellantriebe je Raum zusammenlegen und so pro Raum einen Ausgang an der Relais-Extension benötigen?
    Mir stellt sich zudem die Frage, ob es sinnvoll wäre, dass ich zusätzlich selbst 24V Stellantriebe NO von Möhlenhoff besorge und mit dem Installateur abspreche, dass dieser statt den 230V die 24V montiert. 22 Stellantriebe mit 24V würden allerdings auch 400 Euro kosten und ich frage mich, ob das sinnvoll ist?
    Was denkt ihr?

    Generell will ich ohnehin keine ERR und ich frage mich, wie ich aus der suboptimalen Situation noch das Beste rausholen kann .

    LG
  • <Andreas>
    LoxBus Spammer
    • 07.03.2023
    • 290

    #2
    Zitat von SammyWhite
    Generell will ich ohnehin keine ERR und ich frage mich, wie ich aus der suboptimalen Situation noch das Beste rausholen kann .
    Sehr gute Einstellung, nimm das günstigste und Klemm sie danach ab

    22 Loxone Stellantriebe dürften ziemlich ins Geld gehen, kriegt man Erfahrungsgemäß wieder gut verkauft (Und du hättest ein Tree Kabel im Verteiler das man auch anderweitig nutzen kann)

    Bei den 230V ist die Frage wie er es macht, nicht das er dir irgendwelche Wandtermostate setzt oder teure Relais Extensions verwendet

    In beiden Fällen ziemlich mies von GU das du die Pos. nicht streichen kannst​

    Kommentar

    • Sammy
      LoxBus Spammer
      • 23.08.2018
      • 413

      #3
      Hallo SammyWhite,

      um Kosten zu sparen würde ich noch einmal die Räume detailliert prüfen:

      > Räumen die ununterbrochen geheizt werden (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer) -> ein Einzelraumregler (ganz ohne Loxone) je Raum reicht.

      > Räume mit wechselnden Tages- oder Wochenprogrammen, sowie Zimmer die nur temporär genutzt werden (Gästezimmer, Saune, Partyraum) -> Ansteuerung über Loxone.

      Das raumweise Verschalten macht auf jeden Fall Sinn und spart Kosten.

      Schöne Grüße,
      Michael

      Kommentar

      • SammyWhite
        Extension Master
        • 27.11.2022
        • 120

        #4
        Also Wandthermostate werden keine gesetzt. Aber alle Räume mit mehr als 6 m2 müssen laut geg eine Einzelraumregelung haben. In unserem Fall muss alles in Loxone eingebunden werden, da wir das Loxone Paket gewählt haben. Meinem Verständnis nach können die 230V Antriebe dann ja nur über eine Relais Extension gesteuert werden oder?
        Ich verstehe auch noch nicht warum eine Relay Extension teurer ist als zb. ein RGBW Dimmer. Pro Kanal komme ich bei der Relais auf 23,50 Euro und beim RGBW Dimmer auf 22 Euro.

        Die Frage für mich ist halt auch, was mache ich am Besten nach Hausübergabe? Was passiert wenn ich die Stellantriebe einfach alle abmache? Ist vermutlich auch nicht sinnvoll oder?
        Ich vermute die Zusatzkosten um NO Ventile zu kaufen wird sich gegenüber den 230V NC kaum amortisieren oder?

        Kommentar


        • <Andreas>
          <Andreas> kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ok, ist wirklich nicht viel Unterschied kann nur blöd ausgehen wenn du die 16 nicht ganz brauchst

          No kostet nicht wesentlich mehr, die brauchst hald nicht unbedingt abbauen

          Was soll sein thermischen Abgleich musst du sowieso machen

          Die Vorschriften die beim Bau eines EFH nicht beachtet werden kannst nicht zählen, aber solche veraltete Regeln einhalten, hier geds doch nur um Umsatz...

        • SammyWhite
          SammyWhite kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Sicher geht's dem GU auch um Umsatz aber ehrlich gesagt mach ich dem GEG den größeren Vorwurf, dass diese dämliche Vorschrift noch immer nicht angepasst wurde. Obwohl es doch genug Nachweise gibt, dass es kontraproduktiv ist.

          NO kostet mich in sofern wesentlich mehr, dass ich diese selbst on top kaufen muss. Vom GU kommt nur NC. Ist NC so nachteilig, dass sich ein nachträgliches Austausch mit NO lohnt? Ich kann es mir kaum vorstellen.
      • darkrain
        MS Profi
        • 25.08.2015
        • 555

        #5
        Na du drehst die Ventile nach Übergabe ab. Vorher lässt du dir die Schraubkappen geben und drehst diese dann wieder drauf. Über die stellst du dann deinen Standarddurchfluss ein, der für den Heizkreis ausgerechnet wurde. Und wie meine Vorredner schon schrieben, Räume und mehrere Stellregler zusammenfassen. Da brauchst du dann keine 22 Relaiskanäle sondern höchsten 10 und kommst mit einer Extension hin.
        Zuletzt geändert von darkrain; 27.09.2023, 18:42.

        Kommentar

        • SammyWhite
          Extension Master
          • 27.11.2022
          • 120

          #6
          Aber wenn ich die Ventile nach Übergabe abdrehe mach ich doch den durchgeführten hydraulischen Abgleich zu Nichte oder?
          Ist der Standarddurchfluss immer gleich egal ob heiz oder kühl Betrieb?

          Kommentar


          • <Andreas>
            <Andreas> kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Nein der hydraulische Abgleich wird mit offenen Ventilen gemacht, sonst hätte dieser keinen Sinn
            Und um einen anschließenden thermischen Abgleich wirst auch selten rum kommen
            Die meisten fahren den gleichen Durchfluss beim kühlen, macht dabei auch nicht den Teufel aus
            Ich habe z.B. 4 NO Stellantriebe für das Bad, da ich in diesen Raum keine Kühlung möchte
            (dann spaare ich mir schon mal 8 von den 50.000 Loxone Handgriffen^^)

            Du findest massig Infos dazu im Energiesparhaus Forum
            Zuletzt geändert von <Andreas>; 28.09.2023, 07:58.
        • SammyWhite
          Extension Master
          • 27.11.2022
          • 120

          #7
          Danke. Ich werde mich mal im Energiesparhaus Forum dazu umschauen.
          Aber wie ich euch bisher verstehe ersetze ich die 230V Ventile nach Hausübergabe nicht sondern entferne sie ersatzlos?

          Kommentar


          • <Andreas>
            <Andreas> kommentierte
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            Wir reden hier ja explizit von einen Neubau mit WP
            - die thermische Hülle ist so gut das man keine wesentlichen Temperaturunterschiede realisieren kann, da die Fremdwärme von den anderen Räumen kommt, durch das wegregeln von Räumen brauchen dann die anderen nur mehr Energie um auf die gleiche Temperatur zu kommen, also gering höherer Vorlauf, beim wieder hinzuschalten eines Raumes ist der Estrich kälter also auch wieder höherer Vorlauf nötig...
            - Das Bad ist der WP Problemfall schlechthin, da man hier in relation sehr wenig FBH Fläche aufbringen kann und eine höhere Temperatur möchte, wenn man jetzt das ausgleichen möchte kann man natürlich einfach den Vorlauf um z.B. 4K heben und alle anderen Räume drosseln, damit verbrät man aber so viel Energie das man mit einer direktelektrischen Heizung bedarfsgerecht gesteuert besser weg kommt. Die eigentliche Lösung wäre hier einfach mehr Heizfläche also Wand oder Deckenheizung, damit kann man bei gleicher Temperatur durch die Strahlungswärme ein sehr angenehmes Raumklima schaffen
            - Maximale VLT sollte in Neubau irgendwo bei 28 Grad liegen, bei niedrigen Temperaturen greift auch der Selbstregeleffekt optimal und du hast spielend eine JAZ über 6 (dann ist auch die Disskussion der Wirtschaftlichkeit beendet)
            - Achja, für die FBH mal bei flow30.de querlesen
            Zuletzt geändert von <Andreas>; 03.10.2023, 08:44.

          • SammyWhite
            SammyWhite kommentierte
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            hismastersvoice danke - verstanden

            @<Andreas> Bad werden wir mit einer decken Infrarotheizung lösen.
            Was die VLT an geht ist das, wenn man ein Fertighaus baut so wie wir, leider nicht so einfach. Die FBH wird auf 35 Grad ausgelegt und von Flow30 will da niemand was hören. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass sich die VLT im realen Gebrauch später dann niedriger einpegelt.

          • <Andreas>
            <Andreas> kommentierte
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            Kurz gesagt der Kollege baut Heizungen wie vor 20 Jahren, kompensiert es mit Stellantrieben und auf Kundenwünsche wird nicht eingegangen

            Ist aber nicht wirklich eine Seltenheit, die guten Leute am Bau sind rar
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