Heizungssteuerung 0-10V

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  • jens.kaufmann
    Dumb Home'r
    • 24.11.2015
    • 17

    #16
    Zur kontinuierlichen Regelung der einzelnen Räume muss auch mich Michael Sommer anschließen:
    Ich hatte aus ähnlichen Überlegungen (unterschiedliche Raumtemperaturen, Kompensation von Sonne etc.) auf 0-10V-Stellventile in allen Räumen gesetzt und merke jetzt nach über einem Jahr Betrieb, dass ich eigentlich auf die Stellventile hätte verzichten können, bzw. dass einfache Auf-Zu-Ventile gereicht hätten:
    Die Räume, die nicht beheizt werden sollen werden von den restlichen Räumen mit beheizt, so dass es z.B. im Schlafzimmer nie kühler als ca. 18-19 grad wird, auch bei ständig geschlossenem Ventil. Die eigentliche Barriere ist eben die Außenhülle des Hauses.
    Nach dem Einstellen der Heizkurve ist bei mir eine Regelung der einzelnen Räume nicht mehr nötig, die Stellventile sind quasi immer 100% auf und die Heizung regelt abhängig von der Außentemperatur die Vorlauftemperatur.
    Wenn ich irgendwann mal wettergeführt (Prognose) eingreife, dann wahrscheinlich besser direkt in die Heizung bzw. deren Vorlauftemperatur.

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    • Purgator
      Smart Home'r
      • 31.10.2015
      • 97

      #17
      Es ist schon interessant wie viele Allgemeinplätze verbreitet werden. Eine Fußbodenheizung benötigt eben nicht die vielbeschworenen Stunden. Abhängig von Verlegeabstand, hydraulischem Abgleich, Estrichstärke, Bodenbelag, Beschaffenheit der tragenden Konstruktion, Lage über beheiztem oder nichtbeheiztem Raum und und und.

      Mit heute üblichen Verlegeabständen liegen die Zeiten bis zum Sollwert zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden (Werte aus meinen Haus).
      Ich habe selbst hydraulisch abgeglichen.

      Tatsache ist aber auch: Wenn das Haus leer steht lege ich eine abgesenkte Temperatur am Wärmeerzeuger an. Seither habe ich einmal die Raumthermostate eingestellt und ebenfalls nicht verändert. Ob ein Raum überhitzt hängt nicht zuletzt an der sinnvollen Position der Raumthermostate und einer intelligenten Beschattung.

      Einzelraumregelung über Loxone mag zwar “geil“ sein, ersetzt aber keine gute Hydraulik und ist, meiner Meinung nach, energetisch sinnlos.

      Gruß Purgator.

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      • Christian Fenzl
        Lebende Foren Legende
        • 31.08.2015
        • 11237

        #18
        Ich habe mein OG - damals frisch mit Loxone gestartet - mit ERR und Stetigreglern ausgestattet.

        Nachdem nun das UG fast fertig ist, habe ich genau gestern die FBH im UG in Betrieb genommen - ohne ERR.
        Es gab zwar keine Heizlastberechnung (wäre sinnlos gewesen, weil bei uns mittelfristig ein neuer Vollwärmeschutz draufkommt), aber ich habe peinlich darauf geachtet, dass die Heizkreislängen alle ziemlich gleich sind, alles in 12,5cm-Abständen verlegt.

        Das schaut schon mal ganz gut aus, und das noch ohne Anpassung im Heizkreisverteiler (alles voll offen).

        Dennoch hat es mir keine Ruhe gelassen, die Vorlauftemperatur nicht nur außengeführt zu machen, sondern die Raumtemperaturen mit einzubeziehen.
        Daher habe ich meine "Intelligente Heizkurve" V2 etwas umgebaut.
        Ich verwende dazu die Intelligente Temperatursteuerung (ITS) zusammen mit einzelnen Intelligenten Raumreglern (IRR), die aber "ins Leere" regeln.
        Da die IRR's Einfluss auf die Vorlauftemperatur der ITS nehmen, kann ich doch in gewisser Weise Wunschraumtemperaturen definieren (es wird in den anderen Räumen dann natürlich auch wärmer).

        Für eine optimierte Vorlauftemperatur habe ich meine "Intelligente Heizkurve V2.0" angepasst, um mit geringst nötigen Vorlauftemperatur alle Soll-Temperaturen zu erreichen.

        Wenn sich die Temperaturen eingependelt haben, werde ich die Temperaturniveaus am Heizkreisverteiler anhand der Durchlaufmenge anpassen.

        In den Grafiken sieht man, wie lange es für 20°C -> 21°C braucht (die FBH war vorher schon mit statischer VL-Temperatur 25°C aktiv, jetzt ca. 29°C).

        Ich verzichte jetzt auch auf die Thermostatköpfe.

        lg, Christian
        Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

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        • Christian Fenzl
          Lebende Foren Legende
          • 31.08.2015
          • 11237

          #19
          PS: Im Vorraum ist gleich am Start ein "Knick" nach oben. Mir ist 19° komisch vorgekommen, weil es sich nicht so kalt angefühlt hat. Grund für die niedrige Temperatur ist ein Schlauch nach außen für den Fingerprint, der noch nicht verschlossen war. "Wie in einem Vogelhaus" hat es da durchgezogen direkt auf den Temperaturfühler, der auf der Dose sitzt. Das habe ich vorläufig mit Klebeband verschossen (der Temperatur-Knick nach oben), und später kommt Silikon rein.
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          • Michael Sommer
            Lox Guru
            • 25.08.2015
            • 1956

            #20
            Hallo Christian,

            letztendlich macht deine Logik in etwa das, was ich Optimierung der Heizkurve nenne. Ist natürlich eleganter als meine bisher durchgeführte manuelle Heizkurvenanpassung.

            Einen "kleinen" Nachteil hat die automatische Korrektur meiner Meinung nach noch:
            Du änderst damit ja nur die eingestellte Standard-Heizkurve (z.B. 0,4) parallel um +/-3K. Zur Optimierung eine Heizkurve muss man oftmals noch die Neigung anpassen. Damit wird im Bedarfsfall die Kurve dem Lastverhalten im Haus anpassen. Bei Deiner Logik optimiert Du halt eine Unter-/Überversorgung jedes Mal halt im Laufe der Zeit über deine Logik „Interne Heizkurve Verschiebung“. Das stellt aber kein Problem dar, wenn man vorab eine Grobanpassung der Heizkurve (minimale bzw. maximale VL-Temperatur) manuell vornimmt oder im Nachgang die optimierten Min- und Max-Temperaturwerte aus den Statistikaufzeichnungen im AT-Baustein anpasst.

            Eine Frage zu der im Wiki eingestellten Datei habe ich noch: Mit welcher Config-Version wurde die V2-Logik erstellt?

            Gruß Michael (der immer wieder erstaunt ist über Deine Kreativität)
            Haustechnik UG: MS2, 7 Extensionen, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
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            Wohnung EG: konvent. E-Installation, Autarke EZR-Regelkreise (0-10V) für Stat.-HZG mit Aufschaltung (Schwellwert) des Heizkreises auf den Miniserver UG, Zeitsteuerung EG-Wohnung aus Miniserver UG). Mehrere Shellys
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            Testserver: 2xMS-GEN1

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            • Christian Fenzl
              Lebende Foren Legende
              • 31.08.2015
              • 11237

              #21
              Richtig, die nachführende Parallelverschiebung gleicht in gewissem Maße eine falsche Steilheit aus. Deswegen ist es wichtig, diese Verschiebung aufzuzeichnen. So kann man im Vergleich Parallelverschiebung<->Außentemperatur die Steilheit manuell nachjustieren.

              Bei der Version bin ich nicht mehr sicher, ob's schon 7.4 oder noch eine ältere Version war. Vielleicht steht's im XML.
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              • Christian Fenzl
                Christian Fenzl kommentierte
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                Wir hatten schon sowas, dass jemand eine Datei aus dem Wiki nicht herunterladen konnte. Ein anderer Browser hat geholfen.

                Wenn die Datei nicht 0 Byte ist, dann einfach umbenennen auf .loxone oder .loxplan oder .txt (Dateierweiterungen in Windows müssen eingeschaltet sein) und dann probieren, aufzumachen. Wenn ein XML kommt, ist es ein Loxone-File.

              • Christian Fenzl
                Christian Fenzl kommentierte
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                Wart, hab's grad neu hochgeladen - das Wiki scheint mit dem Dateinamen nicht klar gekommen zu sein. Jetzt sollt's gehen.

              • Michael Sommer
                Michael Sommer kommentierte
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                Hallo Christian,
                Danke für die prombte Unterstützung.
                Gruß Michael
            • Michael Sommer
              Lox Guru
              • 25.08.2015
              • 1956

              #22
              Zitat von Purgator
              Es ist schon interessant wie viele Allgemeinplätze verbreitet werden. Eine Fußbodenheizung benötigt eben nicht die vielbeschworenen Stunden. Abhängig von Verlegeabstand, hydraulischem Abgleich, Estrichstärke, Bodenbelag, Beschaffenheit der tragenden Konstruktion, Lage über beheiztem oder nichtbeheiztem Raum und und und.
              Mit heute üblichen Verlegeabständen liegen die Zeiten bis zum Sollwert zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden (Werte aus meinen Haus)….
              Hallo Purgator,
              Sicherlich haben heutige FB-Systeme nicht mehr die langen Aufheizzeiten, wie in den 80ern oder 90ern. Trotzdem kann man das nicht verallgemeinern. Meiner Meinung nach viel Entscheidender als der FB-Aufbau für das Aufheizverhalten ist, mit welchen VL-Temperaturen die FBH betrieben wird. Bei den üblichen zu hohen Sicherheits-Einstellwerten, ist das Aufheizen natürlich schneller als wenn ich eine angepasste Einstellung habe, die sicherstellt, dass eine Überheizung über die FBH nicht erfolgt. Die von Dir genannten Zeiten können nur zustande kommen, wenn Du eine geringe Estrichmasse aufheizen musst und mit überhöhter VL-Temperatur den FB beaufschlägst.

              Meine FBH braucht trotz minimalem Estrichaufbau von 10-15 mm, je nach Anfangstemperatur im Raum ca. 1,5-3h bis der FB gleichmäßig temperiert ist. Dann hat man aber noch nicht den Sollwert erreicht. Das dauert dann ungefähr noch einmal dieselbe Zeit.

              Wenn ein Raum aufgeheizt ist, und ich diese Heizzone über Ventile abschalte, wo soll den die im Boden gespeicherte Wärme hin. Die Abheizung des Fußbodens erfolgt dann in einem langen Zeitraum sehr träge.

              Gruß Michael
              Haustechnik UG: MS2, 7 Extensionen, WAGO 750er I/O-Module, 19"-Notbedienebene, EMA-Anlage
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              • Purgator
                Smart Home'r
                • 31.10.2015
                • 97

                #23
                Dank solcher hervorragenden Leistungen wie dem Weather Underground-Plugin für RasPi kann man die Anlage auch prädiktiv betreiben: Man legt z. B. die stündlich ermittelte, vorhergesagte Außentemperatur für die Heizkurve an. Das wird inzwischen in der Haustechnik häufiger gemacht.

                Gruß Purgator.

                Gesendet von meinem H60-L04 mit Tapatalk

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                • Michael Sommer
                  Michael Sommer kommentierte
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                  Hallo,
                  Das ist doch bloß eine Spielerei, die nichts bringt.
                  Gruß Michael
              • Gast

                #24
                Irgendwie sind wir etwas abgerutscht von der Fragestellung,

                Was ist die kostengünstigste Variante 0-10V anzusteuern bzw. wie sind eure Erfahrungen vom Miniserver einen 0-10V KNX Analog ausgang anzusteuern?

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                • Christian Fenzl
                  Lebende Foren Legende
                  • 31.08.2015
                  • 11237

                  #25
                  Da ein KNX-0-10V-Aktor genauso einfach anzusteuern ist wie normale analoge Ausgänge, lässt sich deine Frage nach der günstigsten Variante leicht selbst berechnen:
                  • KNX: <Anzahl der Stetigregler> * <Preis pro Stetigregler> + <Anzahl der Stetigregler> * <Preis pro KNX-Kanal>
                  • DMX: <Anzahl der Stetigregler> * <Preis pro Stetigregler> + <Anzahl der Stetigregler>/8 * <Anzahl Analoginterfaces> * <Preis pro Analoginterface> (http://www.shop.dmx4all.de/de/dmx4al...Interface.html)
                  • Analogausgänge: <Anzahl der Stetigregler> * <Preis pro Stetigregler> + <Anzahl der Stetigregler>/4 * <Preis pro Extension>
                  • Air: <Anzahl der Air Thermostate> * <Preis pro Air Thermostat> + <Preis Air Base Extension>
                  lg, Christian
                  Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

                  Kommentar

                  • SehlingS
                    Smart Home'r
                    • 19.12.2016
                    • 86

                    #26
                    Hallo zusammen,
                    stehe gerade auch vor der Planung eines Neubau's mit Loxone.
                    Werde vermutlich auf die NO Stellantriebe in Verbindung mit der FBH im Enev Haus (KFW70) setzen.
                    Nur wie steuere ich diese möglichst Kostengünstig an?

                    - Kann ich hierzu einen MDT> Heizungsaktor verwenden?
                    136,24 + 8x ca. 13€ = 240,24 / 8 = 30,03€

                    - Oder reicht eine Relais Extension bzw. ein RS485 Relais Modul? Da komme ich auf ca. 8€ pro Ausgang + 13€ für den Stellantieb = 21€

                    - Loxone Tree 80,08 € pro Antrieb

                    - ???

                    Grüße und vielen Dank vorab

                    Sascha

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                    • svethi
                      Lebende Foren Legende
                      • 25.08.2015
                      • 6318

                      #27
                      Die Stellantriebe benötigen je nach Model eigentlich maximal 5W. Du kannst die direkt auf digitale Ausgänge hängen
                      Miniserver; KNX; Vitogate; EnOcean (EnOceanPi); Loxone Air; Caldav-Kalenderanbindung; RaspberryPi und für keine Frickellösung zu schade :-)

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                      • SehlingS
                        Smart Home'r
                        • 19.12.2016
                        • 86

                        #28
                        Klar, nur kostet mich da ein Ausgang jedoch 34,48 €´+ Stellantrieb. Damit bin ich dann wieder teurer als mir dem Heizungsaktor.
                        Kann man eigentlich in großen Räumen ( Wohn/Ess/Kochbereich mit knapp 55 qm alle Kreise parallel an einen Ausgang anschließen?
                        Egal welche DO Variante ( Mdt, RS485, Loxone Extension,...)

                        Grüße

                        Kommentar


                        • Michael Sommer
                          Michael Sommer kommentierte
                          Kommentar bearbeiten
                          Mehrere Heizkreise in einem Raum werden üblicherweise gemeinsam angesteuert. Da gibt es sowohl mit analoger als auch digitaler Ansteuerung kein Problem. Ausnahme ist nur, wenn man auf Grund von Kaltlufteinfall, an großen Glasflächen, eine Aufteilung in Innenzone bzw. Außenzone geplant wird.
                          Gruß Michael
                      • svethi
                        Lebende Foren Legende
                        • 25.08.2015
                        • 6318

                        #29
                        War ja nur eine Möglichkeit. Du kannst Dir auch einen Raspberry nehmen an die GPIO's Koppelrelais ranhängen und Dir ein entsprechendes Script schreiben um vom ms aus zusteuern. Das sollte nur heißen, dass die Stellantriebe keine Ansprüche stellen und Du fast machen kannst was Du willst
                        Miniserver; KNX; Vitogate; EnOcean (EnOceanPi); Loxone Air; Caldav-Kalenderanbindung; RaspberryPi und für keine Frickellösung zu schade :-)

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