[AUDIO] Ich kann die CPU vom PI hoeren!

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  • tholle
    MS Profi
    • 26.08.2015
    • 830

    #1

    [AUDIO] Ich kann die CPU vom PI hoeren!

    Hi ihr audiophilen Digitalsoundfanatiker,

    ich habe nun endlich mal den ersten PI meiner Multiroom-Loesung in Betrieb genommen. Diese setzt sich u.a. aus einem PI3 (LMS), einem PI2 mit HIFIBERRY-DAC+ (squeezelite, shairport-sync) und einem Mehrkanalverstaerker StageLine STA 1508 zusammen.

    Streaming, etc klappt, aber wenn keine Musik laeuft, habe ich ein recht nerviges Grundrauschen (ist uebrigens lauter, wenn die DAC "gebraucht" wird). Habe schon ein paar Versuche mit alsamixer, alsaequalizer versucht, krieg's aber nicht weg.

    Waehrend ich vorhin shairport-sync kompiliert habe, Musik lief zu dem Zeitpunkt nicht, also echte Last auf der CPU erzeugt habe, konnte ich ueber die Lautsprecher tatsaechlich eine Art 56k-Modemklang vernehmen. Nicht ganz so laut, aber doch so typisch. Das ist ein Sound, den man, wenn man alt genug ist, nie wieder aus dem Gedaechtnis bekommt. Ihr wisst was mich meine.
    Jetzt die Frage. Wie kann es sein, dass man das Rechnen der CPU hoert? So richtig kann ich mir keinen Reim darauf machen, denn der Sound selbst entsteht ja im Soundchip und wird in der DAC gewandelt.

    Und jetzt die wichtige Frage: Wie kriege ich das in den Griff, sprich - weg!?
    Vielleicht ist ja hier einer unterwegs, der sich mit digitalen Sound und dessen Fundament auskennt.

    Vielen Dank schon mal und Gruss,
    tholle
  • svethi
    Lebende Foren Legende
    • 25.08.2015
    • 6318

    #2
    Da beim Pi alle Daten (USB; Ethernet; SD-Karte, ... ) durch einen Controler müssen und sich die Datenautobahn teilen müssen, denke ich eher, dass es eher von der Bridge kommt und weniger von der CPU. Wie Du es wegbekommst, kann ich Dir leider auch nicht sagen.
    Miniserver; KNX; Vitogate; EnOcean (EnOceanPi); Loxone Air; Caldav-Kalenderanbindung; RaspberryPi und für keine Frickellösung zu schade :-)

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    • Gast

      #3
      Grüß Dich, Tholle, versuche es mal mit Abblock-Kondensatoren, am besten ein Paar aus 100pF und 1uF so nahe als möglich an der Spannungsversorgung des DAC. Außerdem hat der DAC die Möglicheit, die Spannungsversorgung des Analog-Teiles getrennt einzuspeisen. Eine getrennte Versorgung vermeidet die Störungen aus der CPU oder anderen getakteten Bauteilen.

      besten Gruß

      w
      Zuletzt geändert von Gast; 12.10.2016, 20:45.

      Kommentar

      • tholle
        MS Profi
        • 26.08.2015
        • 830

        #4
        Hi Sven, hi Wolfgang,

        vielen Dank fuer die Hintergrundinfos. So wie ihr das beschreibt, klingt das ja, als waere das eher normal als unnormal. In meinem Testszenario ist mir das aber nie aufgefallen (da hatte ich allerdings auch noch keinen Verstaerker angehaengt). Und im Netz finde ich auch nichts zu diesem Thema.
        Worauf ich hinauswill ist, dass die Konstellation PI <--> DAC <--> Verstaerker ja nichts Ungewoehnliches ist, sich aber nie jemand daran gestoert zu haben scheint. Liegt das nun dran, dass jedem klar ist, der diese Konstellation hat (wenn das so ist, dann habe ich wohl so einige Defizite in diesem Bereich), dass diese Geraeusche einfach mit dazu gehoeren oder haben andere Leute dieses Phaenomen nicht, was zwangslaeufig zu der Frage fuehren wuerde, was bei mir anders/falsch ist.

        Ich habe inzwischen mal noch einen weiteren PI2 mit einer PIFI-DAC-Karte (chinesischer Nachbau der Hifiberry-DAC+-Karte) in Betrieb genommen. Auch hier das identische (Fehler-)Klangbild.

        hmmm.......

        Gruss,
        tholle

        Kommentar

        • tholle
          MS Profi
          • 26.08.2015
          • 830

          #5
          Ich habe mal in bisschen tiefer gegraben, und doch ein paar Threats gefunden, die sich um das Thema drehen. Scheinbar ist das zwar selten, aber bei Weitem kein Einzelfall. Oftmals laufen die Hinweise und Vemutungen Richtung Stromversorgung. Ich habe jetzt mal ein "besseres" Netzteil genommen, hatte vorher meine PIs an einem ANKER PSU-Verteiler und schon ist er CPU-Ton weg. Was allerdings geblieben ist, ist das nervige permanente Hintergrundrauschen. Das kommt definitiv vom Verstaerker. Ist das bei PA-Verstaerkern normal? Falls nicht, wie kann man das wegkriegen?

          thx und Gruss,
          tholle

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          • Christian Fenzl
            Lebende Foren Legende
            • 31.08.2015
            • 11237

            #6
            ALSAMIXER voll auf, PA voll zu?
            Ich habe bei mir für zwei Zonen einen ausgedienten CarHifi-Verstärker an einem starken Laptop-Netzteil, und habe so das Grundrauschen des Amps weg gebracht.
            Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

            Kommentar

            • hismastersvoice
              Supermoderator
              • 25.08.2015
              • 7318

              #7
              Der Amp hat hinten die Level Regler, dreh mal kpl. zu. Wenn dann das Rauschen weg ist würde ich so weit aufdrehen bis es wieder kommt und dann wieder ein wenig zurück.
              Das mit den Netzteilen ist bekannt, hatte ich bei ein Odriod XU4. Da half auch nur ein neues NT.

              Denke schon das bei PA Amps andere Massstäbe gelten als bei Consumer Amps.
              Kein Support per PN!

              Kommentar

              • tholle
                MS Profi
                • 26.08.2015
                • 830

                #8
                Der Rauschpegel laesst sich vom Regler am PA nicht aendern. Bleibt konstant. Egal ob voll auf oder voll zu.

                hismastersvoice, weisst du noch, welches NT du damals gekauft hast?

                thx und Gruss,
                tholle

                Kommentar

                • hismastersvoice
                  Supermoderator
                  • 25.08.2015
                  • 7318

                  #9
                  Der Rauschpegel laesst sich vom Regler am PA nicht aendern. Bleibt konstant. Egal ob voll auf oder voll zu.
                  Das hatte ich befürchtet, dann ist es wirklich ein Grundrauschen des Amp.
                  hismastersvoice, weisst du noch, welches NT du damals gekauft hast?
                  Ich habe das hier mit 2000mA
                  https://www.amazon.de/Original-Rydge...dde0b6-21&th=1

                  Es reicht auch das 1200mA, laut Hifiberry Forum braucht der DAC+ 20-30mA (max. 100mA)

                  Raspberry Pi 3 B 5V / 4,7 Watt (max.) = 0,94A = 940mA + 100mA = 1040mA
                  Raspberry Pi 2 B 5V / 3,0 Watt (max.) = 0,6A = 600mA + 100mA = 700mA
                  Kein Support per PN!

                  Kommentar


                  • tholle
                    tholle kommentierte
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                    Vielen Dank!

                    Gruss,
                    tholle
                • Leo Kirch
                  MS Profi
                  • 26.08.2015
                  • 831

                  #10
                  Bietet sich beim Einsatz mehrerer Raspberry Pis nicht ein Hutschienen-Netzteil an? Oder welcher Grund spricht für den Einsatz jeweils eines Steckernetzteils?
                  -

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                  • hismastersvoice
                    hismastersvoice kommentierte
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                    Sicher... Wenn die PIs im Schrank sind...

                  • tholle
                    tholle kommentierte
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                    Ich habe meine PIs im Serverschrank auf einem Rackeinschub.
                • Gast

                  #11
                  Grüß Dich, Tholle,

                  die meisten heutigen kleinen Netzteile (sowohl Steckernetzteile als auch DIN-Hutschiene-Netzteile) sind primär getaktete Schaltnetzteile. Deren Taktfrequenz liegt oft irgendwo zwischen 20...100 kHz. Solche Dinger eignen sich für Highend-Audio nur bedingt. Wenn Du viele solcher Netzteile (Mobiltel, Tablet, Laptop, Router etc.) an der gleichen Phase im Haus hast, machen dieser Dinger schon ganz schön "elektrischen Krach", den insbesondere dann ein guter linearer Audio-PA wunderbar verstärkt. Noch geräuschvoller sind Dimmer, insbesondere PWM-Led Dimmer oder gar Power-LAN-Adapter.

                  Wenn Deine Audio-Leistung nicht zu groß ist, schalge ich vor: Filtern, also Abblocken mit Kondensatoren (>> 100 uF) und gute Versorgungzuleitung zum Verstärker (nimm hier am besten gleich die Reste des Lautsprecherkabels, die haben meist ordentlichen Querschnitt und sind aus feinen Litzen verdrillt), und ev. das Audio-PA-Netzteil an einer andern "geräuscharmen" Phase.

                  In manchen Fällen kann auch schon ein üblicher Überspannungsschutz-Zwischerstecker (z.B. Brennstuhl oder Finder als Einbauversion) helfen. Die Varistoren darin haben den Nebeneffekt, hochfrequente Stör-Signale ebenfalls zu einem gewissen Grad wegzufiltern. Wenn Du nicht selbst löten willst, versuche es einfach mal damit.

                  Besten Gruß

                  w

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                  • tholle
                    tholle kommentierte
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                    Vielen Dank fuer diese sehr gute Erklaerung. Tatsaechlich habe ich die, ich nenne sie jetzt mal laienhaft CPU-Geraeusche, wegbekommen.
                    Das Grundrauschen des PA-Verstaerkers konnte ich bereits auch auf ein Mass eindaemmen, mit dem ich derzeit gut leben kann. Man hoert es nur noch, wenn man weiss, das es da ist.

                    Gruss,
                    tholle
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