Erstmal möchte ich mich kurz vorstellen, ich bin der Florian und aus dem Großraum Graz / Steiermark,
Background - Selbstständig, Maschinenbauer / Automatisierungen im Robotik Bereich / Automotive Engineering Projektleitung usw,...
Ich bin gute 35, und habe eine wirklich große private Werkstatt für Rennfahrzeuge und Maschinenbau Projekte, CNC Fräse Drehbank what not - und bin seit ich gehen kann am Basteln und Tüfteln. Ein tausend Sasser sagen manche - wieso ich das jetzt erzähle? Nein! nicht um zu flexen, sondern vorweg zu sagen dass ich schon circa weiß wie der Strom fließt und sich der Span abhebt


Jetzt habe ich hier eine Liegenschaft mit gut 1.200m² Gebäudefläche die ich gerade an allen Ecken und Enden umbaue nachdem ich sie nach 12 Jahren Pacht vor einem halben Jahr endlich kaufen durfte. Und es beginnen im Zuge der Umbauten die ersten Modernisierungen.
Jetzt gibts erstmal einen Strauss Blumen an die Forumsbetreiber - ihr habt es wirklich geschafft viele Menschen zusammen zu bringen, die sich auf einer angenehmen Gesprächskultur austauschen!
Ich werde jetzt keine Fragen auf dem Level - welche Komponenten könnt ihr mir empfehlen oder so stellen, der Grund wieso ich mich jetzt akut registriert habe ist dass ich einen Heizungstechniker Suche der hier auch unterwegs, und fit auf dem Gebiet der Hydraulik ist - oder ein Enthusiast der sich in die Thematik - wie ich gerade - schonmal eingearbeitet hat.
Steuerungsmäßig wird das hier ein bunter Strauß aus Industrie Komponenten Siemens PLC'S alá LOGO oder so plus ein bisschen Arduino für eigene Messwertwandler ein bisschen DMX ein bisschen 1 wire Bus ein bisschen Modbus ein bisschen HTTP und über allem wird ne Loxone stehen - da ich die Programmierung (FUP) sowie die Weboberfläche sehr gerne habe und es eine RIESEN Community gibt.
Ich zeichne meine Schemata und Schaltpläne alle selbst sowie diverse Visualisierungen da ich mich über Skizzen besser ausdrücken kann.
Mein Brainstorming findet meistens im CorelDraw statt das neben Fusion360 meine Hauptsoftware ist die ich in allen meinen Projekten nutze - dieser Beitrag wird sicherlich nichts für eine schwache Internetanbindung

Ich habe die Liegenschaft bereits mit Naturmaßen im CAD - teilweise auch Lüftungsanlagen und Rohrleitungen im Boden ect schon gezeichnet das schaut in etwa so aus..
Teile des Gebäudes sind 2 Stöckig ich habe eine Traumhafte Nord-Süd Ausrichtung womit alle Dachflächen Richtung Süden gerichtet sind - und 5-600m² Dachfläche ungenutzt zu lassen ist schon fast Verschwendung.
Mein Ziel ist es die Liegenschaft hier energieautark zu machen, als Projekt über die nächsten Jahre, dabei geht es nicht um irgendwelche Kostenrechnungen sondern um das Projekt an sich -
Wir haben hier sehr viel Wasser - Oberflächenwasser 20-30cm unter der Grasnarbe sowie riesige Grundwasservorkommen in 18-20m sowie 25-30m.
Kernidee ist es derzeit (solche Ideen ändern sich ja im Zuge der Planung gerne mal) Solarthermie - Photovoltaik - Grundwasserwärmepume bzw Solewärmepumpe.
Teile des Gebäudes (große Lagerhalle im osten) ist derzeit nicht beheizt. Teile sind auf 19°C geheizt im Winter andere Teile auf Wohnraumtemp. geheizt und im Sommer klimatisiert.
Die Energiekosten des Gebäudes sind recht exorbitant verglichen mit einem EFH

Da ich gerade die Heizung abgelassen habe und die Heizung bis Ende der Saison in den neuen Technikraum ziehen soll mache ich mir gerade Gedanken zur Pufferung und Nutzung meiner Energiequellen die mir zur Verfügung stehen.
weil ich eben erwähnt habe dass ich am Rechner Brainstorme - das sieht circa so aus,..
jetzt stehe ich Gedanklich am Ende meines Latein bei der Beladung und Entladung der Pufferspeicher. Ich habe mich die letzten Tage mit dem Thema Schichtspeicherung befasst und mir eine Laderegelung für die Pufferspeicher überlegt.
Generell sollen drei Pufferspeicher aufgestellt werden - zwei als Heizung / Kühlwasser Puffer und einer - ihr habt es schon erraten - für Brauchwasser.
zu den Heizungs Pufferspeichern,
Meine Überlegung war einen Pufferspeicher ohne Wärmetauscher zu verwenden und die Be und Entladung zu steuern sodass ein schöner Schichtspeicher entsteht. ich dachte an zwei mal 1.500L dass ich in der Übergangszeit einen für Wärme und einen für Kälte nutzen kann und sobald die Heizsaison komplett zu Ende ist die Anlage auf Kühlbetrieb umstellt und beide Puffer kalt beladen werden.
Zur Be/Entladung - ich dachte an jeweils 5 Zapfstellen (Vorlauf / Rücklauf) mit 3 Wegeventilen um in Zeiten in welchen die Solarkollektoren wenig Temperatur liefern weiter gut schichten zu können.
Auf Blatt 2 habe ich eine Übergabe von Solar und Erdkollektor skizziert mein Gedanke ist, dass es ungeachtet der Verluste der Plattenwärmetauscher ein Vorteil ist, getrennte Kreise zu haben sowie auch unterschiedliche Medien zum Wärmetransport nutzen zu können. Der "Verlust" bleibt ja im Gebäude (Technikraum) diese Energie kann man ja über die Lüftung auch nutzen.
Jetzt stehe ich gedanklich bei der Anzahl an Pumpen an, und da ich Hydraulisch kein Experte bin sondern nur ein bisschen Erfahrung mit ins Boot bringe wollte ich mal fragen ob sich da jemand bereit erklärt für einen kleinen tech - talk? Kompliziert wird das ganze da eine Umschaltung zwischen Kälte und Wärme möglich sein soll sowie eine Entnahme und gleichzeitige Beladung - möchte der Steuerung die Möglichkeit geben möglichst effizient zu Beladen und stehe auch vor der Entscheidung - zuerst Puffer Laden und dann Energie aus dem Puffer Entnehmen um zu Heizen - oder nur die nicht getauschte Restenergie aus dem Rücklauf der Wärmetauscher der Luftungsanlagen im Puffer zu speichern...
Da ich so viel Wasser habe und 25m Lehmboden bieten sich nach meinem Wissensstand Erdkollektoren auch gut an - ich überlege sogar dem Flächenwasser Energie zuzuführen um im Sommer zu kühlen - Da die Grundstücksgröße mit 4.700m² üppig Platz für diverse Ideen birgt kann man da sicher noch die eine oder andere Spinnerei ausleben. Zur Zeit läuft ein Pumptest in einem meiner "Sickerschächte" - HAHA als würde auf 25m Lehm auch nur ein Tropfen "versickern"
Wärmepumpen für Erdkollektor oder Grundwasser gibt es ja auch gebraucht mittlerweile genug. Beim Energiebedarf sprechen wir so von *räusper* 7500kWh pro Monat in der Heizsaison. das wären 10kW dauerlast... im Sommer geht für Kühlen etwas weniger auf.
Man muss dazu sagen dass die große Lüftungsanlage (GEA mit 1.200m³ /h) mit Energierückgewinnung 1. am nicht ausgebauten oder gedämmten Dachboden steht und zweitens die Steuerung irgendwie Mätzchen macht und recht "dumm" ist womit das System mächtig Energie verbratet... die wandert jetzt auch an die Decke des Technikraums.
Bei der Energieverbrauchsberechnung kann ich mich nur auf Verbrauchswerte der letzten Saisonen beziehen die Gebäude sind ein buttes Konvolut an Maumaterialen von Sandwichpaneelen über Betonschalstein und Ziegelmassiv 38cm... Alle Breiche die modernisiert wurden haben zusätzlich zu Ziegelmassiv an der Innenseite ein 75mm Mineralwolldämmung bekommen. Die Decken der beheizten Bereiche sind massive Betondecken mit 35cm stärke sowie 120mm begehbarer Dämmplatten. Da ist über die nächsten Jahre noch einiges zu holen.
geheizt wurden diverse Bereiche bisher über Schleierheizungen mit einem 500L Puffer und der Ölheizung sowie der Option elektrisch zuheizen zu können.
Auch wird über diverse Maschinen Server und Beleuchtung eine ziemliche Heizlast erzeugt, das soll sich auch ein bisschen ändern - hier brennen mehrere kW an Leuchtstoffröhren
wie ich auf die Größe der Pufferspeicher kam? ich hab mal kurz drüber gerechnet bin von einer Dauerlast von 10kW ausgegangen sowie einer optimalen Spreizung von 80°C bei 3 Tonnen Wasser nem Wirkungsgrad von 95% sind das so 250kWh was ziemlich genau einem Tag entspricht. Den Brauchwasserpuffer mit 1.000L könnte man über eine schlaue Regelung zur Not auch noch nutzen und diesen - sofern er gut geschichtet ist auch bis zu einem gewissen Punkt entladen bevor die Wärmepumpe anspringt.
Weitere Überlegungen (da demnächst 100m Sockelmauer zu graben sind) sind etwa einen Erdkollektor für die Ansaugluft der Luftungsanlage zu verwenden sowie wenn der Bagger sowieso zur Verfügung steht das westliche Grundstück gleich als Erdkollektor für eine Soleleitung zu missbrauchen.
Die Ölheizung wird vorerst mal bleiben bis ich eine passende Wärmepumpe gefunden habe dann fliegt die raus,.. die bleibt auch an ihrem alten Standort.
ich werde diesen Thread dann auch mit Loxone spezifischem Material befüllen - ich habe mich ein bisschen gespielt - Verbindungen über MOD BUS usw schon zum Laufen bekommen für manche Dinge bin ich nicht bereit Geld auszugeben - wie Busfähige Sensoren wenn das auch für nen Apfel und ein Ein geht - die derzeitige Steuerung der gesamten Heizanlage läuft über eine Logo die ich vor gut 11 Jahren eingebaut habe - und die hat mich nie im Stich gelassen


Verrohrt ist im gesamten Gebäude alles mit Mapress Material da ich eine eigene Presse habe und auf Willhaben konstant konvolute an Fittings zusammen kaufe hat sich das als "kostengünstige" variante für mich herausgestellt. Pressluft ist auch alles in Mapress und verliert über 24h weniger als 1Bar bei einigen hundert Metern Rohr. Befeurt wird die Druckluft über einen Kaeser Schraubenkompressor
Elektrisch arbeite ich mittlerweile mit Kabeltrassen da sich ständig etwas erweitert und man mit den Evilonrohren schnell an die nervlichen Grenzen stößt.
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