PV aufs dach - als anfänger

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  • doc-brown
    Lox Guru
    • 13.09.2015
    • 1487

    #1

    PV aufs dach - als anfänger

    hallo,
    wahrscheinlich gibt es schon 1000 infos darüber… aber vielleicht habt ihr ein paar tipps…

    ich möchte gerne auf mein dach (südausrichtung ca 37grad neigung) eine pv anlage draufmachen. ich habe mich bisher auch nicht tiefergehend damit beschäftigt - möchte aber auch nicht einfach zum installatuer gehen und ihm sagen „installier mal was“…

    hauptgrund ist, ich möchte meine stromrechung senken und somit lege ich keinen großen wert auf einspeiung - sondern eher eigenverbrauch. wenn es die anlage hergibt, habe ich auch darüber nachgedacht - einen elektro heizstab in meinen pufferspeicher zu schieben - der normalerweise mit einer gastherme geladen wird. (wärmepumpe o.ä. habe ich nicht)

    ich habe mal ein bisschen gegoogelt - und natürlicherweise millionen von treffer gefunden. stellenweise wird da ja eine wissenschaftliche doktorarbeit draus gemacht - auch das ist nicht mein ansatz - ob sich das teil nach 10 oder 15 jahren rentiert hat ist mir ehrlich gesagt nicht so wichtig.

    mein momentaner jahresverbrauch liegt bei ca 5500 kwh.

    ich denke dass ich die anlage so auf ca 8kwp gerne ausrichten würde - und das ganze darf zw 18 und 22 k€ kosten. eine batterie soll auf jeden fall nachrüstbar sein - da ich noch nicht weiss, ob ich diese im ersten schritt gleich mit anschaffen will.

    einen kabelweg vom keller ins dach habe ich auch.

    habt ihr vielleicht ein paar hinweise die wirklich wichtig sind - und auf die man achten sollte bei der auswahl der komponenten?

    bei den wechselrichtern komme ich immer wieder auf modelle von fronius, kostal - und sma habe ich auch was gefunden.

    bei den zellen habe ich die von trina (vertex s) mal auf dem schirm ( aber auch nur mal grob aus dem web ausgesucht).

    ich würde mich gerne vorher etwas aufschlauen - bevor ich einen dienstleister kontaktiere - denn ich würde natürlich auch gerne die richtigen fragen stellen…

    wenn der ein oder andere von euch seine gedanken mit mir hier teilen würde wäre das klasse :-)


    danke euch erste mal!
  • AlexAn
    Lebende Foren Legende
    • 25.08.2015
    • 4323

    #2
    Glaub den Preis hast du sogar zu hoch angesetzt mit >2.000Euro pro kWp
    Angebote kannst du dir hier ansehen: Angebote - Photovoltaikforum
    Aktuell musst du aber erstmal Material und Techniker bekommen!
    Fronius Symo GEN24 Plus Wechselrichter I Photovoltaik4all

    Eventueller Umbau des E-Verteilers ist halt auch ein Posten den man nicht vergessen sollte.

    Fronius Tool: https://creator.fronius.com/
    Zuletzt geändert von AlexAn; 19.02.2022, 10:03.
    Grüße Alex

    Kommentar

    • doc-brown
      Lox Guru
      • 13.09.2015
      • 1487

      #3
      meinst du den Umbau des Zählerschranks?
      Ist es nicht so, dass der jetzige Zähler raus kommt und dafür ein zwei Richtungszähler rein?
      oder kommen da noch mehr Komponenten dazu die in den Schrank müssen?

      Kommentar


      • doc-brown
        doc-brown kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        okay, das wäre ja dann aber etwas – was der Installateur – wenn er denn kommt – mir sagen würde. denke er kennt die gängigen – aktuellen Vorschriften

      • hismastersvoice
        hismastersvoice kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ja, aber du hast danach gefragt auf was man noch achten muss.

      • doc-brown
        doc-brown kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        ja klar - war keine kritik ) ich bin froh ueber jeden kommentar und hinweis
    • hismastersvoice
      Supermoderator
      • 25.08.2015
      • 7318

      #4
      Was ist wichtig...

      WIEVIEL Energie du brauchst hast du ja schon,
      aber auch WANN du sie brauchst, das ist entscheidend für das Batterie unbedingt nötig oder nice2have.

      Ist fast den ganzen Tag jemand zu Hause und die Energie wird gut über den Tag verteilt verbraucht kann es auch ohne Batterie gut gehen.

      Die Frage kann auch sein, willst du die Anlage größer planen um im Spätherbst/Winter auch noch einigermaßen Leistung bekommen.

      Wenn Batterie ist die max Lade- / Entladeleitung wichtig.
      Was bringt es dir eine große PV Anlage und Batterie zu haben wenn du die Energie nicht rein bekommst.

      Wie viel Autarkie willst du erreichen?
      Alles über 70% wird unnötig teuer und macht finanziell keinen Sinn mehr.

      Willst du ein E-Auto laden?

      Ganz wichtig... Wie bringe ich das alles in Loxone.


      Wie du siehst hängt einfach viel von den persönlichen Umständen ab.

      Ich kann nur Empfehlen nicht nur ein AG machen zu lassen.
      Vor allem von jemandem der in deiner Region sitzt und einen Namen zu verlieren hat.
      Gerade eben habe ich ein AG auf dem Tisch von einem Arbeitskollegen, da geht es rein um Geld verdienen.
      Auf einer Garage nach Süd-West wollen die auch nach Nord-Ost Module aufständern. Die NO Seite wird aber die meiste Zeit vom Haus verschattet und max im Hochsommer wenn die Sonne hoch genug steht würde der Teil überhaupt etwas bringen.

      Kein Support per PN!

      Kommentar

      • doc-brown
        Lox Guru
        • 13.09.2015
        • 1487

        #5
        waere dann die devise „so viel zellen wie platz ist“ aufs dach? und die batterie dann dementsprechend auslegen - damit man im herbst bzw winter nochwas davon hat?

        e-auto habe ich keins und stand heute will ich auch keins ;-)

        die schnittstelle zu loxone - das ist in der tat wichtig. heisst - der wechselrichter muss entweder über ethernet oder modbus mit dem ms sprechen? oder sind noch andere komponenten da, die eingebunden werden müssen?

        Kommentar

        • hismastersvoice
          Supermoderator
          • 25.08.2015
          • 7318

          #6
          Die Devise ist eher sinnvoll planen und nicht unnötig viele Module aufs Dachen bauen, und dafür lieber eine Batterie zu installieren.
          Die Batterie lässt deine Autarkie stark steigen.

          Der Vorteil wird sich nach meiner Erfahrung nicht bezahlt machen über den Winter, du lieferst im Sommer Unmengen ab bzw. es wird dir bei 60% eh die Lieferung gekappt.
          Ohne zu wissen wo dein Standort ist und was für eine Leistung je kWp angesetzt wird würde ich Paschal mal 1000-1050kWh je kWp ansetzen
          Bei 5500kWh würde ich rechnen das du ca. 7kWp mit einem etwas genau so großen Speicher 7-10kW installieren solltest. Da wird die Preis-Leistung zu einander passen.
          Ich würde beim Speicher auf DC-Kopplung schauen, damit sich die Verluste in Grenzen halten. So kannst du


          Es ist meist Modbus, selbst mit Ethernet. Ich würde aber Ethernet vorziehen das TCP Loxone ohne weitere Extension ja schon kann. RCP über Modbus-Ext oder RCP/TCP Bridge.
          Kein Support per PN!

          Kommentar


          • doc-brown
            doc-brown kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            mit deinen 1000kwh liegst du nicht schlecht - wenn ich das auf dem portal richtig gesehen habe…
        • doc-brown
          Lox Guru
          • 13.09.2015
          • 1487

          #7
          hallo :-)
          das ein oder andere ist mir noch eingefallen, was ich fragen wollte

          gibt es denn irgendwelche "erhaltungsaufwendungen" - die man machen muss bei einer PV anlage? an der ein oder anderen stelle liest man was vom reinigen der PV module etc. gibts da was, was man regelmäßig machen muss?

          und dann hatte ich nochwas über eine versicherung gelesen - klar - man kann alles versichern lassen - aber ist das sinnvoll? habt ihr versicherungen für eure anlagen?

          Kommentar

          • hismastersvoice
            Supermoderator
            • 25.08.2015
            • 7318

            #8
            Reinigen...
            Wenn die Anlage nicht in der nähe von Bäumen etc. steht die sie stark verunreinigen ist es nicht zwangsweise nötig.
            Das Reinigen einer PV Anlage kostet mehrere hundert Euro, wenn da im Jahr ein paar kW weniger erzeugt werden ist das zu verschmerzen.

            Ich habe es schon mal selber bei einer meiner Anlagen gemacht da die nur 20° Neigung hat, aber selbst hier bringt das gefühlt nicht viel.
            Bei den anderen beiden Anlage noch nie, der Regen wäscht bei >30° Neigung den groben Dreck immer runter.
            Wenn du es selber machen kannst dann würde ich alle 3-5 Jahre mal mit einer Teleskopbürste drüber gehen.

            Sicher wird es Firmen geben die dir das schön ausrechen, und das man bis zu 20% Leistung einbüßen kann.
            Das mag auch so sein wenn es lange nicht mehr geregnet hat und viel Staub auf den Modulen liegt, aber dann müsste man die Anlage mehrfach in so einem Zeitraum reinigen.


            Versicherung...
            Wenn du keiner Anlage >10kWp baust ist das oft bei den Gebäudeversicherungen mit dabei, oder kann ausgewählt werden.

            Sinnvoll? Ja auf jeden Fall. Bei den Wetterlagen die wir in Zukunft haben werden, und so eine Anlage ist ja für 20 Jahre + x gerechnet, würde ich es machen.
            Es kommt der Tag an dem ein Ast oder andere umherfliegende Teile in deiner Anlage landen, wenn nicht auch schön.
            Die 20 Jahre x ~60€ = 1200€ sollte es Wert sein eine große Investition zu schützen. Zumindest in den ersten Jahren würde ich das auf jeden Fall machen.
            Zumal du zumindest wenn eine Kleinunternehmerregelung gewählt wird das ganze als Ausgabe wieder geltend gemacht werden kann.
            Kein Support per PN!

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            • Witte
              Extension Master
              • 30.12.2019
              • 146

              #9
              Der Thread ist genau der richtige für mich, da ich das selbe vor hab wie doc-brown .
              Ich fass mal zusammen, was bei mir bis jetzt der Wissenstand ist:
              1. Bei den Zellen ist aktuell eine Leistung um die 380W möglich, die sollte man auch mitnehmen
              2. Autarkiegrad von 70% wäre gut. Ihr könnte selber mal rumspielen, wie man das erreicht: https://echtsolar.de/photovoltaik-re...igenverbrauch/
                1. Speicher oder nicht macht hier einen Unterschied
              3. Wechselrichter sollte Modbus TCP unterstützen für einfache Einbindung in Loxone
                1. Wechselrichter von Fronius (10er Symo) hab ich gelesen, dass die laute Lüfter haben: https://www.photovoltaikforum.com/th...3-m/?pageNo=40 - trifft wohl bei den aktuellen Gen24 nicht mehr zu
              4. Falls Batterie gewünscht:
                1. auf DC Kopplung achten wg. AC/DC Wandlerverlusten
                2. Be- /Entladeleistung sollten zu eurem Verbrauch/h passen.

              Wird bei Bedarf gern weiter geupdated
              Zuletzt geändert von Witte; 12.03.2022, 08:32.

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              • AlexAn
                Lebende Foren Legende
                • 25.08.2015
                • 4323

                #10
                2. der Rechner stimmt halt nicht falls du eine Wärmepumpe für die Heizung hast
                3.1 der aktuelle WR von Fronius ist der Gen24 und den kann man von der Lautstärke nicht mit einem 10er Symo vergleich - ist viel leiser
                Grüße Alex

                Kommentar


                • Witte
                  Witte kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Danke fürs Update!
                  Kannst du mir erklären, warum der Rechner dann nicht stimmt?

                • AlexAn
                  AlexAn kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Da der Hauptverbrauch der Heizungs WP im Winter ist und gerade zu dieser Zeit nichts produziert wird!
                  Bei einem kalten Wintertag im Dezember/Jänner kommen da gleich mal 50kWh Verbrauch pro Tag zusammen und Produktion bei meiner 10kWp Anlage ungefähr 200-300kWh pro Monat im Dezember/Jänner.

                  Da hilft der beste Speicher nichts wenn nichts vom Dach kommt.
                  Zuletzt geändert von AlexAn; 11.03.2022, 14:16.

                • Witte
                  Witte kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Ich hab in dem Link oben immer ohne Speicher gerechnet, da ich nicht plane einen aktuell einzubauen. Einplanen tu ich ihn, damit alles vorbereitet ist, aber einbauen denk ich aktuell nicht.
              • Gerrit
                MS Profi
                • 26.08.2015
                • 940

                #11
                Was meistens auch nicht mit einberechnet wird:
                - Verlust durch Speicherung in der Batterie
                - Verlust durch nicht Abnahme aus der Batterie
                - Um aus auf die Spitze zu treiben: Am Ende gehört auch der Verlust bei nicht Verwendung eines E-Autos dazu, weil man potentiell nicht dann lädt, wenn man es auch bald braucht, sondern wenn es genug Sonne gibt. Frag mich allgemein wie die Standzeit bei E-Autos mit in den Verbrauch einberechnet wird.
                Kurzum alle Rechner werden sehr optimistische Ergebnisse bringen. Aber vielleicht gibts ja jemanden der einen realistischen gebaut hat, der wird aber wohl nicht auf den Seiten der Verkäufer solcher Systeme zu finden sein
                Zuletzt geändert von Gerrit; 11.03.2022, 15:02.

                Kommentar

                • doc-brown
                  Lox Guru
                  • 13.09.2015
                  • 1487

                  #12
                  naja, ob man das wirklich so im detail runterrechnen will oder kann sei dahingestellt…
                  ich denke es geht bei der PV (zumindest mir) auch etwas um die philisophie - das heisst, dass man meiner meinung nach was fuer unsere umwelt tun muss - und das „darf uns auch was kosten duerfen“.
                  wobei ich mir im gleichen moment auch ueberlege, ob man bei der pv - wenn man einen strich unter alles macht - der umwelt was gutes tut? ich habe keine ahnung ob die herstellung und auch eine potentielle entsorgung der solarmodule etc. unterm strich noch „gruen“ ist?

                  aber ein anderer punkt interessiert mich noch…
                  hat jemand von euch schon einen transferschalter verwendet?
                  sowas i. d. art:



                  ich moechte damit - wenn denn die pv mal da ist und die sonne scheint - z.b. den betriebsstrom der heizung in meinem haus gerne vom allgemeinzaehler wegschalten - und ueber die pv laufen lassen.
                  jetzt wuerde mich mal interessieren, ob diese umschalter das unterbrechungsfrei machen.

                  ich kenne die dinger aus den rechenzentren - da haben sie gut funktioniert - haben aber auch das 4 fache gekostet :-)

                  Kommentar

                  • darkrain
                    MS Profi
                    • 25.08.2015
                    • 555

                    #13
                    Naja die Umschaltbox von Conrad hat 500ms Umschaltzeit. Das kann je nach Last für einige elektrische Geräte noch genug oder zu wenig sein. Gerät geht dann alt trotzdem aus. Der kurze Up-Down-UP ist eigentlich für die Netzteile auf den Platinen der Tod. Weil du die Umschaltboxen im RZ gemeint hast, die schaffen es in ca 10-12ms umzuschalten.

                    Kommentar

                    • Christian Fenzl
                      Lebende Foren Legende
                      • 31.08.2015
                      • 11237

                      #14
                      Es ist jedenfalls Fakt, dass man mehr für die Umwelt tut, wenn man die Kosten des Speichers stattdessen als PV-Fläche umsetzt und einspeist.
                      Allein die unterschiedliche Lebensdauer von PV (~25 Jahre) und Speicher (8-10 Jahre) spricht gegen den Speicher.
                      Hilfe für die Menschen der Ukraine: https://www.loxforum.com/forum/proje...Cr-die-ukraine

                      Kommentar

                      • hismastersvoice
                        Supermoderator
                        • 25.08.2015
                        • 7318

                        #15
                        Zitat von Christian Fenzl
                        Allein die unterschiedliche Lebensdauer von PV (~25 Jahre) und Speicher (8-10 Jahre) spricht gegen den Speicher.
                        8-10 Jahre... Wo kommt die Zahl her?

                        Ich habe auf meinen E3DC alleine schon 10 Jahre Garantie. Andere Hersteller machen das genau so. Senec bis zu 20 Jahre.
                        Sicher geht die Leistung nach unten und ab einem Zeitpunkt X wird man tauschen / erweitern müssen.

                        Die PV Anlage in D einfach zu erweitert ist nur bis max 9,99kWp sinnvoll, danach gilt in D das ganze als gewerblich.

                        Egal was man macht, es ist besser als nichts zu tun!


                        Mich haben vor 6 Jahren viele belächelt da ich eine PV mit Speicher installiert habe, und passive gebaut habe usw. Zu teuer, rechnet sich nicht, blödsinnig...
                        Ich lächle alle diese Leute heute an, mein Idealismus wird sich sogar noch bezahlt gemachen.
                        Mich triff die ganze Debatte um Energiekosten so gut wie gar nicht, weil wenig brauche und viel selber erzeuge.

                        Eigentlich seit ihr jetzt alle spät genug dran, jetzt will jeder ein Anlage. Noch vor einem Jahr habe ich sehr günstige PV-Anlangen besorgt, das ist jetzt vorbei.
                        Trotzdem, macht euch unabhängig und baut PV-Analgen!
                        Kein Support per PN!

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