Im Internet gibt es Vermutungen, dass die Abrechnung mit dem Pulse nur zwischen Tibber und Endkunde erfolgt, weil der Pulse kein zertifiziertes intelligentes Messsystem darstellt. Das deckt sich mit den Erläuterungen von Tibber selbst, siehe https://support.tibber.com/de/articl...s-sinnvoll-ist . Wenn Tibber bei den Kunden mit Pulse gegenüber dem Messstellenbetreiber nur nach Standardlastprofil abrechnen kann und Tibber keine Verluste machen möchte, dann müssen sie die weiteren Preisbestandteile erhöhen, sofern die Kunden im Durchschnitt nicht die Standardlastkurve verwenden, sondern die Verbrauchszeiten optimiert haben. Das wäre eine Erklärung, warum dieser Bestandteil kürzlich gestiegen ist, weil die Kosten wg. Dunkelflaute mit Standardlastprofil sich von einem optimierten Profil deutlich unterschieden haben.
Fast 24 ct/kWh als festen Preisbestandteil (bei mir) sind schon eine Ansage, auch wenn SH-Netz mit 16,26 ct/kWh sehr hohes Netzentgelte hat. Gibt es in der Tibber Abrechnung oder irgendwo eine detaillierte Aufstellung, wie sich diese Kosten zusammensetzen? In den AGBs (https://tibber.com/de/bedingungen/stromlieferung), insbesondere §4 und §5 wird nur erwähnt, dass es diese Kosten gibt. Auf der Seite https://support.tibber.com/de/articl...ibber-zusammen bekomme ich den Eindruck, dass Tibber nur von den u.a. 2,15 ct/kWh lebt. Vielleicht ist der Pulse von Tibber nur entwickelt worden, um früh in den Markt einsteigen zu können, aber langfristig sollen alle Kunden auf zertifizierte Smart Meter umgestellt werden.
Alle reden von Energiewende und aus meiner Sicht kann die nur gelingen, wenn das Laden von E-Autos nicht in den Feierabendstunden mit Spitzenpreisen am Spotmarkt erfolgt. Solange die meisten Kunden feste Stromtarife haben und dynamische Tarife mit minimalen Einsparungen, aber höherem Risiko verbunden sind, fehlt ein Anreiz, das Standardlastprofil "zu glätten".
Ich bin bisher nicht bei Tibber und habe daher den vorhandenen optischen Lesekopf wieder herausgekramt und via SmartMeter Plugin von Dir eingebunden. Da vom Messstellenbetreiber nicht nur das SmartMeter Gateway ergänzt wurde, sondern auch der eigentliche Zähler getauscht wurde, musste ich via Taschenlampe und umständlichen Anblinken den neuen Iskra MT631 erst mal dazu bewegen Daten zu senden. Nach ein paar Stunden war auch die Ermittlung der Geschwindigkeit und Einbindung in Loxone erledigt. Nach dem 3. Wechsel innerhalb von 10 Jahren hoffe ich, dass die Wechsel und der damit verbundene Aufwand seltener werden.
Vielleicht gibt es bald eine standardisierte HAN-Schnittstelle über welche die eigenen Daten leichtgewichtig ohne IP-Adresswechsel und mit beliebigen Betriebssystemen von Hausautomationssystemen via API abgefragt werden können? Das wäre zumindest mein Wunsch für Weihnachten 2024!
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